Internationaler Christlicher Friedensdienst

Kurzbeschreibung

Das Spezifische an EIRENE

Wir sind der festen Überzeugung, dass ohne die Umkehr vieler Menschen im persönlichen Lebensstil die notwendigen strukturellen Änderungen politisch nicht erreicht werden können.Die EIRENE-Mitbeiterinnen und Mitarbeiter in der Geschäftsstelle von Neuwied haben sich deshalb entschlossen, ihre Löhne einheitlich zu begrenzen, als Zeichen der Bereitschaft zum Teilen und als Zeichen der Glaubwürdigkeit gegenüber unseren Partnern in der südlichen Erdhälfte. Alle Mitarbeiterinnen erhalten ein Gehalt angelehnt an BAT Va mit Sonderregelungen für Familien, um soziale Härten auszugleichen. Diese einheitliche und selbstbestimmte Gehaltsbegrenzung soll auch dokumentieren, dass Lebensqualität nicht allein durch materielle Werte definiert wird.
So gilt in unserer Arbeitsstruktur das Konsensprinzip: Auch Minderheitenvoten werden bei der Entscheidungsfindung ernst genommen. Solidarisches Miteinander und gegenseitige Offenheit kennzeichnen die Arbeitsatmosphäre.

Engagement wächst aus innerer Kraft. Deshalb besteht im Büroalltag und bei EIRENE-Treffen das Angebot, gemeinsam zu meditieren oder zu beten, ohne dass jemand dabei vereinnahmt wird. Auch Nichtchristen sind bei uns willkommen.

Weitere Informationen zu unserem Selbstverständnis finden sich im Grundsatzpapier "Quo Vadis, EIRENE?".

Nach über 40 Jahren Entwicklungs- und Friedensdiensten bleibt nüchtern festzustellen: Trotz teilweise immenser personeller wie finanzieller Anstrengungen klafft die Schere zwischen Arm und Reich in Nord und Süd immer weiter auseinander. Nach Jahrzehnten, in denen versucht wurde, den Süden zu ,,entwickeln", liegt es auf der Hand, dass menschenwürdige Lebensbedingungen für die Mehrheit der Menschen auf der Erde erst dann möglich werden, wenn grundlegende Veränderungen bei uns in den Industrieländern erfolgen. Voraussetzungen für solche notwendigen Veränderungen sind nach unserem Verständnis:

Mit unserer Arbeit im Süden wie im Norden bemühen wir uns als internationale Organisation, diesen uns gesetzten Zielen näherzukommen.

Südprogramm

Das Südprogramm bietet die Möglichkeit, für mindestens zwei Jahre einen Entwicklungsdienst zu leisten. EIRENE unterstützt z.B. zur Zeit personell und finanziell folgende Projekte und Programme:

im Niger und Tschad

in Nicaragua:

Weitere Kleinvorhaben z.B. in der Menschenrechts- und Frauenarbeit, bei Alphabetisierungsprogrammen und Trainings für Konfliktvermittlung (Mediation) unterstützt EIRENE finanziell u.a. in Chile, Bolivien, Brasilien, Niger, Tschad und Nicaragua.

NORDPROGRAMM

Das Nordprogramm bietet jungen und älteren Menschen die Möglichkeit, einen ein- bis zweijährigen Friedensdienst in Industrieländern zu leisten. Gerade die Erfahrungen aus dem Südprogramm zeigen, dass in den nördlichen Ländern neue solidarische Lebensformen entwickelt werden müssen:

In Frankreich, Belgien und in der Schweiz arbeiten und leben EIRENE-Freiwillige mit Behinderten, älteren Menschen, in christlichen Gemeinschaften und mit gesellschaftlichen ,,Randgruppen". In Nordirland und der Republik Irland liegt der Schwerpunkt auf der Versöhnungs- und Sozialarbeit wie in der Arbeit mit „Randgruppen”. In den USA wirken die Freiwilligen u.a. in Friedensorganisationen, leben und arbeiten mit Obdachlosen und Flüchtlingen oder sind in AIDS-Hospizen eingesetzt. In Bosnien unterstützen wir Projekte im interethnischen Dialog und in Rumänien engagieren wir uns in der Strassenkinderarbeit und der Kooperation mit Roma-Gruppen.

INLANDSARBEIT

Zurückgekehrte Freiwillige bestätigen: Die wesentlichen Wurzeln für wirtschaftliche Ungerechtigkeit und naturzerstörende Umweltbelastung liegen in den Industrieländern:

Nur wenn wir bereit sind, von der blinden Wachstumsideologie Abschied zu nehmen, können die Menschen der Zweidrittel-Welt den Freiraum erhalten, sich aus eigener Kraft und nach eigenen Vorstellungen zu entfalten. Letztlich steht unser aller Überleben auf dem Spiel.

Wie können Sie EIRENE mittragen?

Sie können:

Die Freiwilligen müssen deshalb einen Unterstützungskreis aufbauen: Menschen, die über die Erfahrungen der Freiwilligen neue Anstöße bekommen und deren Dienst auch finanziell mittragen möchten. Die UnterstützerInnen ermöglichen nicht nur den Dienst der Freiwilligen, sondern setzen durch die Bereitstellung ihres Geldes ein Zeichen zur Umverteilung.

Vorschläge zur Inlandsarbeit

Friedens- und Entwicklungsarbeit leben von Spenden.
Obwohl unsere Projekte in den Südländern zumeist durch die Europäische Union, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und durch kirchliche Zuschüsse kofinanziert werden, müssen wir immer einen erheblichen Eigenanteil zur Finanzierung der Projekte aufbringen. Dies ist nur durch Spenden möglich.
Insbesondere für die Öffentlichkeitsarbeit (Seminare, Lobby-Arbeit, Bewußtseinsbildung) ist die finanzielle Unterstützung durch Spenden notwendig.
Wir suchen daher Spenderinnen und Spender, die mit einem kleinen oder großen Beitrag die Dienste von EIRENE ermöglichen. Um unsere Unabhängigkeit zu bewahren, sind wir darauf angewiesen, dass viele Menschen EIRENE mittragen. lhre Spende ist steuerlich abzugsfähig. Das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) bürgt für die Seriosität unserer Arbeit.

Sollte Ihnen unsere Arbeit gefallen und Sie Interesse haben, die Arbeit von voEIRENE finanziell zu unterstützen, dürfen wir Sie auf die unten aufgeführte Kontonummer verweisen.

Konto-Nr.: 1011380014
KD-Bank
(BLZ 35060190)

Wenn Sie Mehr und Näheres über uns erfahren wollen, senden wir Ihnen gerne Informationsmaterial zu.
Weitere Auskünfte erhalten Sie bei:

EIRENE
Internationaler Christlicher Friedensdienst e.V.
Postfach 1322
56503 Neuwied
Tel.: 02631/8379-0
Fax: 02631/8379-90


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