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Hinweis: Dieser Bericht spiegelt die persönlichen Erfahrungen von einem EIRENE-Freiwilligen wieder und nicht in jedem Fall die Meinung von EIRENE Internationaler Christlicher Friedensdienst e.V. . Viel Spaß beim Lesen. Zur Rückkehr auf die "offiziellen" EIRENE-Seiten. Bevor Sie dieses Fenster verlassen: Dieses Fenster schließen.
„It is not hard work, it is heart work! “
Lukas Palm macht seinen Freiwilligendienst im “Comfort House“ in Texas/USA, einer Einrichtung für unheilbar kranke Menschen, die ihr Lebensende dort verbringen können. In seinem zweiten Rundbrief berichtet er von seiner Arbeit und von seinen Eindrücken.
(November 2006)
Nun, wo bin ich eigentlich?
Geographisch gesehen bin ich in McAllen (population: 110 000), einer kleinen Stadt am untersten Zipfel der USA, 3 Meilen von der mexikanischen Grenze und eine Stunde Autofahrt vom Golf of Mexiko entfernt. 80% der Bevoelkerung ist mexikanischer Abstammung. Die spanische und englische Sprache kreieren hier zusammen einen Slang, genannt TexMex. Hier werden zwei Kulturen gelebt und geliebt, was die Stadt zu einer der wachstumsstaerksten Staedte der USA macht. Selbst im absoluten Hochsommer kann man den Eishockeyspielern live zuschauen, wie sie sich gegenseitig die Koepfe in einer der Arenen einschlagen. In dieser Stadt gibt es eine Einrichtung genannt “Comfort House“. Dort befinde ich mich in einem kleinen aber schoenen Appartment.
Geistig gesehen bin ich mir da nicht so klar!
Die neuen Erlebnisse, die zwei Sprachen,... und meine Arbeit verdrehen mir den Kopf und laesst mich ueber vieles nachdenken. Jeden Tag lerne ich mehr ueber Leben und Tod, USA und Mexico und sogar ueber Deutschland. Ich weiss jetzt endlich warum wir Deutschen so viel und gutes Bier drinken.
Zitat eines Einheimischen: „In Germany the people drink so much beer, because the water has such a bad quality, that they would get sick of it!“ =)
Comfort House:
Ich lebe und arbeite in einer Einrichtung fuer unheilbar kranke Menschen. Egal welcher Abstammung, ob reich oder arm, ob jung oder alt, jeder wird hier umsonst aufgenommen. Die einzige Bedingung ist, dass sie in weniger als 4 Monaten an Krebs, AIDS, Herz-Kreislauf-, Atmungs-, degenerativen und anderen Erkrankungen sterben werden. In Comfort House werden die Sterbenden nicht als Patienten, sondern als Bewohner angesehen. Das Ziel ist es, dass hier niemand mit Schmerzen oder alleine stirbt. Rund um die Uhr werden sie von den Caregivern (meine Aufgabe) betreut.
Die letzten Tage, Wochen oder Monate eines jeden Bewohners sollen so schoen wie moeglich, im besten Falle im Kreise seiner Familie und Freunde, fuer ihn sein.
Comfort House besteht aus zwei Gebaeuden:
Es gibt ein Officegebaude, indem unter der Woche sich immer 4 liebenswuerdige Damen tummeln, die fuer jegliche organisatorischen und spendentechnischen Dinge am Comfort House verantwortlich sind. In diesem Gebaeude befindet sich auch mein Appartment.
Im Hauptgebaeude leben die Bewohner(Patienten) jeweils in einem eigenen Raum. Insgesamt koennen 10 Personen aufgenommen werden. Es gibt eine grosse Kueche, mehrere Aufenthaltsraeume, Wasch- und Duschraeume und einen Hauptraum. An diesem Gebaeude schliesst ein Parkplatz und ein kleiner Garten mit Sitzgelegenheiten an. Im Hauptgebaeude befinden sich von 8am bis 8 pm immer zwei bis drei Caregiver, Familienmitglieder, Krankenschwestern und Freiwillige Helfer (Volunteers). Comfort House lebt von Volunteers und von Spenden aller Art.
Besonders an Comfort House ist:
Niemand muss fuer den Aufenthalt bezahlen.
Jeder ist willkommen, selbst der Postbote kann am Mittagessen teilhaben.
Familienmitglieder koennen aktiv mithelfen, z.B. Essen kochen, Waesche waschen,... .
Bewohner bekommen ihre Privatsphaere mit Familienmitgliedern.
Die Cargiver erfuellen den Bewohnern jeden moeglichen Wunsch.
Comfort House ist eine grosse Familie.
Meine Aufgabe:
Ich zaehle nun zu den neun Caregivern, die in 3 verschiedenen Schichten (jeweils 8 Stunden) sich um die Bewohner kuemmern. In mein Aufgabenfeld faellt alles was zur koerperlichen und geistigen Pflege der Bewohner dazugehoert.
Medizin geben, waschen, Windeln wechseln, Wunden pflegen, Essen kochen, in Verbindung mit den Krankenhaeusern stehen, Haus putzen, technischen medizinischen Geraete ueberwachen und installieren, die Verstorbenen fuer die Familie anschaulich herrichten, alle Fakten und Vorgaenge festhalten, einen woechentlichen Report geben,... und vieles mehr.
Die taeglich kommenden Volunteers duerfen uns nur bei Putzarbeiten, Kochen und Gartenarbeiten helfen. Somit haben wir mehr Zeit fuer jeden einzelnen Patienten.
Ich bin waehrend meiner Schicht mit meinem Carepartner fuer das ganze Hauptgebaeude verantwortlich. Alles was in dieser Zeit dort passiert und ablaeuft muessen wir „ueberwachen“ und dafuer care taken.
„The Administrator“ von Comfort House, M. B., beschreibt die Arbeit eines Caregivers, wie ich finde, sehr passend.
„It is not hard work, it is heart work! “
Und dies ist auch mein zweiter Aufgabenbereich. Immer fuer die Bewohner da zu sein, die Hand zu halten, mit ihnen zu reden, sie zum lachen zu bringen, mit ihnen zu weinen, sie in den Arm zu nehmen und ihnen zeigen, dass sie uns wichtig sind, um ihnen „den Weg“ zu erleichtern.
Dazu gehoert ebenso, sich um die Familienmitglieder zu kuemmern und ihnen ein Laecheln zu entlocken.
Mir macht die Arbeit sehr viel Spass und gibt mir eine gewisse Befriedigung.
Der erste Monat im Projekt:
Als ich am Freitag den 13. Oktober sicher hier in McAllen gelandet bin, wurde ich von M., meiner Chefin, herzlich begruesst und zu Comfort House gebracht. Anschliessend hatte ich das Wochenende frei, um mich ein bischen von den ersten 3 Wochen in Maryland zu erholen.
Am Montag startete dann alles mit einem Meeting um 8 Uhr, an dem alle Caregiver und ein paar Krankenschwestern teilnahmen. Die Krankenschwestern sind immer jeweils fuer die Patienten zustaendig, die vorher in ihrem Karnkenhaus waren. Jeden Tag kommen sie in Comfort House fuer eine halbe Stunde bis Stunde vorbei, um den oder die Patienten zu waschen und zu checken. Leider sind die Krankenschwestern hier oft sehr unzuverlaessig und verdienen dazu auch noch bis zu 5000$ pro Monat.
Im woechentlichen Meeting werden alle Veraenderungen der Bewohner diskutiert und klare Absprachen zwischen Caregivern, Krankenhaus und dem Office getroffen. Ist eben ein Meeting, wie man es sonst auch so kennt, aber sehr hilfreich.
Anschliessend startete mein erster Arbeitstag. Da ich ja das Wochenende schon hier war, kannte ich bereits alle Bewohner und Facilities. Den ersten Monat wurde ich von den anderen Caregivern eingearbeitet. Doch durfte ich schon sehr frueh Verantwortung uebernehmen. Ich wurde von Anfang an sehr nett behandelt und in die „Familie“ aufgenommen. Am ersten Tag lernte ich sehr schnell, dass man sehr offen an die Sache rangehen muss und keine Scheu haben darf. Vielen Schwerkranke Bewohner sind nicht gerade schoen anzuschauen. Entweder sie sind nur noch Haut und Knochen oder sie haben aufgrund ihrer Krankheit einen enorm aufgedunsenen Koerper an dem die Fluessigkeit an manchen Stellen entweicht.
Die meisten haben eine sehr empfindliche Haut, was manchmal so aussieht wie wenn man in Folie gewickelt ist. Die ganzen Geschwuere und Wunden an allen moeglichen Stellen hab ich eigentlich nur manchmal im Fernsehen oder Buechern gesehen und ich denke ich muss dies nun nicht weiter erlaeutern.
Ich durfte von Anfang an sofort aktiv mithelfen und sorgen. Waehrend jeder Schicht macht man „2 Runden“, indenen man von Zimmer zu Zimmer geht und jeden Bewohner checkt, wendet und macht was sonst so anfaellt. Die meisten koennen sich nur noch beschraenkt bewegen, deshalb ist es manchmal nicht sehr einfach, fuer sie zu sorgen, aufgrund ihrer Masse. Zusaetzlich kommt noch hinzu, dass viele Bewohner im Krankenhaus eine sehr schlechte Behandlung bekommen haben, bevor sie zu uns kamen, so haben sie viele Wunden am Ruecken und Beckenbereich. Jeder Bewohner muss deshalb regelmaessig gewendet und neu verarztet werden. Manchmal sind diese Runden innerhalb einer ¾ oder einer Stunde fertig. Meistens benoetigt man dafuer aber die doppelte Zeit.
In der Zeit zwischen den Runden fuellen wir alle „Charts“ aus, geben Medikamente und verrichten alle anderen Arbeiten die zu erledigen sind. Jeder Patient hat einen „Chart“ indem all seine Veraenderungen festgehalten werden.
Doch die meiste Zeit sind wir bei den Bewohnern in ihren Raeumen. Jeder hat eine kleine Klingel, um uns zu rufen, sobald er irgendetwas benoetigt, Schmerzen hat,... . Manchmal herrscht das reinste Klingelkonzert und wir sind die ganze Zeit am hin und her rennen, um alle zu versorgen. Manchmal benoetigen Sie aber einfach nur Aufmerksamkeit.
An diesem ersten Arbeitstag verlief aber eigentlich alles sehr ruhig. Eine Stunde vor Schichtende schickte mich ein Caregiver zu einem der Bewohner, um einfach nur mit Ihm zu reden und Ihm Gesellschaft zu leisten. Also setzte ich mich zu ihm ans Bett und wir redeten, so gut es ging, eine halbe Stunde ueber seine Tattoos und seine Bilder im Zimmer. Erst sass er die ganze Zeit auf seinem Bett und und als er dann sehr muede wurde, half ich Ihm, sich wieder hinzulegen. Er schlief zufrieden ein und ich verlies den Raum. In diesem Moment verspuerte ich eine enorme Befriedigung, doch diese wurde 15 Minuten spaeter wieder zerstoert.
Der Bewohner ist gestorben und zusaetzlich auf eine sehr krasse Weise.
Eigentlich dachte ich, dass es so ein bis zwei Wochen dauert bis der erste stirbt und nicht gleich an meinem ersten Arbeitstag. Die anderen Caregiver sagten mir das sie noch nie jemanden so sterben sahen. Wie genau er gestorben ist, will ich jetzt nicht erzaehlen. Ich wurde gleich eingebunden und half mit alles zu putzen und ihn zu saeubern, um ihn fuer die Familie anschaulich herzurichten.
Obwohl es sehr eklig war, hat es mir nichts ausgemacht, zu helfen und einen toten Koerper in den Haenden zu haben, da ich noch unter Shock stand. Erschreckend war, dass der Koerper ploetzlich nur noch ein Objekt war und vor einer halben Stunde noch lebendig. Daran hatte ich schon noch ein paar Tage zu knabbern.
In diesen ersten 4 Wochen sind nun 9 Bewohner verstorben. Bei den meisten ist es eine Erleichterung, da sie die lezte Zeit sehr leiden mussten. Doch jedesmal wenn einer stirbt schlaegt einem das Herz hoeher und man erledigt was zu erledigen ist. Bei den meisten sind die Familienmitglieder dabei wenn sie sterben. Sobald wir denken, dass es nun soweit sein koennte wird die Familie informiert. Leider koennen nicht alle immer kommen, da sie nicht hier in McAllen wohnen und dann sind es nur wir, die die letzen Stunden mit ihm verbringen. Einige Caregiver hier haben schon die total Routine, doch egal wie jemand stirbt, ob unerwartet oder absehbar, ob friedlich oder nicht. Eine Traene kann man oft nicht unterdruecken.
Sehr schoen war es erst vor ein paar Tagen, als eine meiner Lieblingsbewohnerinnen verstorben ist. Ich arbeitete die Nachtschicht von 12 Uhr bis 8 Uhr morgens.Die Soehne und die Tochter (alle so um die fuenfzig) waren die ganze Nacht an Ihrem Bett und warteten bis es soweit ist. Alle fuenf bis zehn Minuten schauten wir zu Ihr in den Raum, da wir sehr viel zu tun hatten. Als ich dann am Morgen um halb sieben in den Raum kam, lagen die Geschwister alle mit dem Kopf auf dem Bett und schliefen. Sie erwachten langsam und wir schauten alle auf die Brust der Sterbenden ob sie noch atmet. Ploetzlich hoerte sie auf zu atmen. Fuer eine halbe Minute dachten wir sie sei tot, doch dann atmete sie wieder kurz und war fuer eine Weile wieder leblos. So ging das eine halbe Stunde und die Anspannung wurde nur durch ein paar Sprueche und dem darauf folgenden, breiten Grinsen unterbrochen. Langsam kamen die Sonnenstrahlen durch das Fenster und wanderten an der Wand entlang, bis sie auf Ihr Bett strahlten. Erst dann liess ihr Atmen nach und sie starb... Sie liebte es jeden Morgen der Sonne zuzuschauen wie sie langsam den Himmel erklimmt.
Dieser sehr traurige Moment war zu schoen, um wahr zu sein.
Als wir sie zurecht machten und die Familie wieder ins Zimmer kam und dort trauerte, gingen wir unserer Arbeit nach, doch war es mit noch mehr Freude als zuvor. Am Ende der Schicht kam die Tochter zu mir und sagte, dass die Verstorbene es geliebt hat mit mir die Raetsel in der Tageszeitung zu machen, die ich Ihr jeden Tag gebracht hatte. Da sammelten sich dann ein paar Traenen in meinen Augen und ich wusste, es hat sich jede Minute meiner Arbeit gelohnt.
Seit ueber einem Monat bin ich nun hier und die Arbeit macht mir immer noch spass, obwohl meine Arbeitszeiten sich fast jeden Tag aendern. An einem Tag arbeite ich von acht Uhr morgens bis 4 Uhr Nachmittags. Anschliessend acht Stunden Pause und um zwoelf Uhr geht es weiter bis die Sonne aufgeht. Dann vielleicht einen Tag frei und eine neue Schicht beginnt. Ab und an muss man auch mal 6 Tage die Woche arbeiten und das Wochenende verschiebt sich ein bischen. Doch ich geniesse es.
Die Menschen hier sind sehr gastfreundlich. Jeder gibt einem seine Telefonnummer und man kann zu jeder Zeit anrufen und zusammen etwas unternehmen. Selbst in „difficult neighborhoods“ ist man zu jedem Streetballgame willkommen und ich spiele jetzt auch mit einer Mannschaft, sofern es mein Arbeitsplan zulaesst, in einer Streetball- city league.
Von ein paar Arbeitscollegen wurde ich zu einer sehr spektakulaeren Geburtstagsparty mitgenommen, bei der ich zum ersten mal die leidenschaftlichen Tanzschwuenge der Mexikaner miterleben durfte. Ich habs natuerlich auch versucht, aber ich sollte noch ein bischen ueben =). Den Namen des Geburtstagskindes weiss ich bis heute noch nicht, ich weiss nur das es sein zweiter Geburtstag war und die Eltern mehr Spass hatten als die Kinder.
Bei einer Hochzeit vor zwei Wochen, war ich auch sehr herzlich willkommen, obwohl diesmal mein Freund das Brautpaar nicht mal richtig kannte. Hier wird das Brautpaar natuerlich in einem fetten Hummer zur Party gebracht und selbst die ganz Alten lassen es auf der Tanzflaeche richtig krachen.
Als Deutscher ist man hier unten sehr beliebt, selbst ein Oktoberfest wird hier im November veranstaltet. Zum Glueck musste ich an diesem Abend arbeiten, von diesem Kulturschock haette ich mich wohl nie erholt, obwohl es bestimmt nicht schlecht gewesen waere, da an diesem Abend dort nur ein 65jaehriger Deutscher war.Ihr koennt euch ja vorstellen wie dieser dort auf Haenden getragen wurde.
Am Wochenden haben mich dann Freunde aus San Antonio besucht. Wir haben uns alle einen leichten Sonnenbrand am Strand geholt und das im November.
Naechste Woche werde ich wahrscheinlich zum ersten mal nach Mexiko gehen. Dort hoffe ich ein bischen mehr Spanisch aufzuschnappen, da nicht immer alle Englisch sprechen.
Vorgestern bin ich zum Friseur gegangen, doch die nette Spanierin sprach leider nur ein paar Worte Englisch. Ich hab ihr mit Haenden und Fuessen versucht zu erklaeren, wie ich nacher gerne aussehen wuerde, wenn ich den Friseursaloon verlasse. Wir(Sie) haben uns dann entschieden, dass sie einfach anfaengt zu schneiden und ich einfach nur „more“ oder „cut it“ sage sobald sie nicht mehr weiter wusste. Meine Haare sind jetzt sehr kurz, aber ich hab Geld gespart, da ich nicht mehr so schnell zum Friseur muss.
Letzten Samstag veranstaltete Comfort House ein Blues Festival mit meheren Bands in verschiedenen Raeumen und einem „abartigen“ (sehr riessiges und leckeres) Bufett. Alles lief in Form einer Spendenveranstaltung. Die Eintrittskarten allein kosteten 75$. Meine Aufgabe war es T-shirts zu verkaufen, zu essen und einfach nur dem coolen Blues zu lauschen. Dort tummelte sich so alle reichen Leute von McAllen und oeffneten ihr Taschen, um ihr Geld Comfort House zu spenden. Das war schon sehr cool.
Fuer all diese „Abwechslungen“, von meinem Arbeitsalltag, bin ich sehr dankbar. Sonst koennte ich die Arbeit hier nicht so einfach machen.
Da ich den Brief Etappenweise geschrieben habe, bin ich nun schon fast 6 Wochen hier und 12 Bewohner sind gegangen und Neue sind eingezogen.
Das Zitat von Mary Botello, dass ich oben erwaehnt habe, wuerde ich nun anders schreiben.
„The work at Comfort House is not only heart work, it is also hard work! “
Wenn ihr jetzt immer noch diese Zeilen meines Briefes lest, dann moechte ich mich bei euch bedanken. Ich habe so viele Gedanken, die durch meinen Kopf schwirren, dass es mir schwer faellt einen Brief klar zu strukturieren.
Fast jeden Tag denkt man ueber den Tod nach. Wie ist es wenn Jemand stirbt den man sehr gern hat? Wie ist es wenn man selbst stirbt? Wann ist der richtig Zeitpunkt dafuer? Gibt es diesen ueberhaupt? Was passiert dabei?, usw...
Am schwierigsten ist die Frage: Wann ist eine Person tot?
Oft kann ich bei manchen Bewohnern nicht sagen ob sie noch leben oder nicht. Der Puls ist zu schwach um ihn zu erfuehlen, die Atmung ist kaum seh oder spuerbar und neben dir steht die Familie und moechte wissen ob ihr Liebster nun tot ist oder nicht!
Nochmal vielen Dank an Alle.
Lukas
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