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Hinweis: Dieser Bericht spiegelt die persönlichen Erfahrungen von einem EIRENE-Freiwilligen wieder und nicht in jedem Fall die Meinung von EIRENE Internationaler Christlicher Friedensdienst e.V. . Viel Spaß beim Lesen. Zur Rückkehr auf die "offiziellen" EIRENE-Seiten. Bevor Sie dieses Fenster verlassen: Dieses Fenster schließen.
„Und ich danke natuerlich auch Eirene und BVS, die Menschen wie mir ermoeglichen ein Jahr seines Lebens zu nutzen um anderen Menschen zu helfen und gleichzeitig selber viele neue Erfahrungen zu sammeln“
Laurin Wuennenberg berichtet über seine Ankunft in den USA und seine Aufgaben im Catholic Worker House in San Antonio. (April 2007)
Freiwillig in den USA – Dem Land der grossen Gegensaetze
So nun ist schon eine ganze Weile vergangen, seitdem ich Deutschland, meine Heimatstadt Twistringen und damit mein mir bekanntes Leben verlassen habe, um in ein neues Abenteur zu starten. Ein Abenteuer, das sich deutlich von meinem bisherigem Leben abhebt und eine spannende und herausfordende Aufgabe fuer mich darstellt.
Es ist fuer mich der Beginn eines neuen Lebensabschnittes und damit das Ende meines Schueler-daseins an einem Gymnasiums.
Und genau dieses Stichwort weist auf den Beginn meines jetztigen Lebensabschnittes hin. Denn mit dem Bestehen meines Abiturs im letzten Sommer endete zunaechst meine sogenannte Schul-laufbahn und ich musste mir eine neue Herausforderung suchen, es musste also eine gute Antwort her auf die wohl fast jedem bekannte Frage: ,, Und was jetzt, was will ich eigentlich in meinem Leben erreichen, wie will ich meine Zukunft sinnvoll gestalten?” Es war fuer mich seit einiger Zeit zwar klar, dass ich nicht sofort nach der Schule mit einem Studium anfangen wollte, sondern zunaechst neue praktische Erfahrungen sammlen wollte. So gab es fuer mich die Moeglichkeit einen Zivildienst zu machen, denn zur Bundeswehr zu gehen war fuer mich persoenlich ausge-schlossen. Doch diese Idee des Zivildienstes zerschlug sich einige Wochen nach meinem Abitur, weil ich nach meiner Musterung aufgrund meiner Rueckenprobleme fuer nicht-waehrdienstfaehig befunden wurde.
Ich erinnerte mich dann wieder an die Friedensorganisation Eirene, mit der man seinen Zivil-dienst, aber auch ein normales Freiwilligenjahr im Ausland absolvieren kann. Und da ich ja gerne ein Projekt, in dem man Menschen mit schwiergigen Lebensumstaenden hilft, machen wollte und dazu noch die Moeglichkeit mit Eirene haben wuerde, wirklich neue Lebenserfahrungen zu sammeln, neue Menschen und eine neue Kultur kennenzulernen und meine Sprachkenntnisse zu verbessern, befand ich dies als eine perfekte Antwort auf meine Zukunftsfragen.
Nun eine kurze Aufklaerung, was Eirene eigentlich ist und was Eirene genau macht:
“EIRENE ist ein ökumenischer, internationaler Friedens- und Entwicklungsdienst, der als gemeinnütziger Verein in Deutschland, als Träger des Entwicklungsdienstes und des sogenannten “Anderen Dienstes im Ausland” (anstelle des Zivildienstes in Deutschland) anerkannt ist. 1957 wurde EIRENE von Christen verschiedener Konfessionen gegründet,
die sich der Idee der Gewaltfreiheit verpflichtet fühlten und ein Zeichen gegen die Wieder-aufrüstung und für das friedliche Zusammenleben setzen wollten. Zu den Gründern gehören die historischen Friedenskirchen der Mennoniten und der Church of the Brethren, die noch heute mit dem Versöhnungsbund und den EIRENE-Zweigen in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden zu den EIRENE-Mitgliedern zählen. In über 40 Jahren sind mehr als 1000 Frei-willige und EntwicklungshelferInnen mit EIRENE in Afrika, Lateinamerika, sowie Europa und den USA im Rahmen eines Auslandsdienstes tätig gewesen.”
Fuer mich begann dann der Bewerbungsprozess bei Eirene, denn auch als selbsterklaerter Freiwilliger wird man nicht sofort ueberall genommen, auch dafuer muss man sich heutzutage erst einmal beweisen.
Bevor ich meine eigentliche Bewerbung schreiben konnte, musste ich erst einmal an einem Eirene-Infoseminar teilnehmen, wo man wie der Name schon sagt ueber Eirene informiert wird, ueber deren Philosophie, Projekte etc. und bei dem man offene Fragen klaeren konnte. Es war eine sehr angenehme und warmherzige Atmosphaere dort, auch unter den potenziellen Frei-willigen und dies bestaerkte nur meine Absicht mich wirklich zu berwerben. Nach einem kurzen Ueberlegungzeitraum, die Antwort auf ein moegliches Hotelpraktikum hielt mich wie so oft von einer schnellen Entscheidung ab, schickte ich meine Bewerbung ab und wartete gespannt auf die Anwort. Gluecklicherweise wurde mir schon auf dem Infosemiar mitgeteilt, dass fuer den Aus-reisetermin im Januar noch Projektplaetze frei waren, obwohl die Bewebungsfrist dafuer eigentlich schon abgelaufen war. So bekam ich tatsaechlich nach einiger Zeit die Einladung von Eirene zu einem Bewerbungsgespraech, wo ich natuerlich meine Moeglichkeit als sogenannter Nachzuegler nutzen wollte. Auch das Bewerbungsgespraech war sehr angenehm und recht locker. Da ich mir in meinen Kopf gesetzt hatte in ein englischsprachiges Land zu gehen, um mich neben dem Hauptaspekt des Freiwilligenjahres auch noch als Nebeneffekt fuer ein spaeteres Studium zu wappnen, war meine Auswahl an Projektlaendern nicht mehr besonders gross, ganz im Gegenteil, ich hatte nur noch eine Wahlmoeglichkeit.
Eigentlich hatte ich fuer ein solches Jahr nicht gerade im Kopf der Wirtschaftsmacht Nummer 1 unter die Arme zu greifen, aber ich dachte mir im Bereich sozialer Unterstuetzung fuer Menschen unter schwierigen Lebensumstaenden koennten auch die „Amis“ noch ein bisschen Nachhilfe von einem in Moral und Ethik interessierten Europaeer gut gebrauchen. „Also ab in die USA“, hiess ab dann mein Motto.
Und so kam es dann wirklich dazu, dass ich nach meinem Bewerbungsgespraech am naechsten Tag die Zusage fuer mein Freiwiligenjahr bekam. Man war ich gluecklich und erleichtert es geschafft zu haben und auch etwas gespannt wie es werden wird. Denn auch der weitere Weg war nicht gerade Zuckerschlecken, denn nach einer weiteren Bewerbung auf Englisch bei BVS, die Organisiation mit der Eirene in den USA zusammenarbeitet, die ich auch erfolgreich meisterte, musste noch mein Visum in Berlin beantragt werden. Eine extra Bahnfahrt dorthin lag also vor mir um letztendlich nach langer Wartezeit und grosser Nervositaet in der US-Botchaft in einem
1-minuetigem Gespraech die Zusage fuer mein Visum zu bekommen.
Doch es stand noch ein weiteres Problem vor mir. Um dieses Freiwilligenjahr machen zu koennen, musste ich noch einen Unterstuetzerkreis aufbauen, der insgesamt monatlich eine Summe aufbringen muss. Ich muss sagen, dass es nicht sehr einfach war genug Menchen zu finden um diesen Betrag zusammenzubekommen. Aber gluecklicherweise hat es denn doch noch geklappt, worueber ich natuerlich sehr gluecklich war.
Ich finde es einfach toll, dass sich Leute finden, die sich fuer den Lebensabschnitt eines anderen Menschen interessieren, in diesem Falle bin ich dieser Mensch, und die dieses Projekt von mir auch gerne unterstuetzen.
Nun war also letzendlich alles paletti und nach der Flugplanung stand meinem grossen Schritt nichts mehr im Wege.
Es folgte Anfang Januar der Eirene-Ausreisekurs, in dem alle Freiwilligen zusammenkamen, die im Januar bzw. in den darauffolgenden Monaten in die verschiedensten Laender ausreisen sollten. Ich muss sagen, es war echt eine tolle Zeit zusammen mit all den Frewilligen und den Leitern des Ausreisekurses. Man hat neue, nette Leute kennengelernt, zusammen Spass gehabt und ausserdem viele sinnvolle Dinge fuer das Auslandsjahr mitgeteilt bekommen.
So habe ich besonders die Einheiten ueber einen grundsaetzlichen emotionalen Verlauf waehrend eines Freiwilligenjahres, die Vorstellung unterschiedlicher Stereotypen von Freiwilligen, Kommunikationstheorien, Schubladendenken, Gruppenzugehoerigkeit und das Kennenlernen interkultureller Missverstaendnisse, sowie die Unterrichtseinheit ueber die unterschiedlichen Arten von Gewalt in Erinnerung behalten.
So begann nach guten 10 Tagen langsam, aber sicher die Zeit des Abschiednehmens. Zunaechst der Abschied von denn schnell liebgewonnenen Eirene-Leuten und dann der Abschied von all meinen Freunden von zu Hause, mit denen ich mich noch einmal einige Tage vor meinem Abflug an einem feucht-froehlichen Abend zusammengefunden habe.
So konnte ich mich guten Gewissens, voller Zuversicht und Vorfreude, aber doch mit einer gewissen Schwermuetigkeit am Morgen des 26. Januar 2007 zusammen mit meinem Vater und meinem Chauffeuer Herrn R...., auf zum Bremer Flughafen machen. Typischerweise ging es spaeter als geplant und mit leichtem Schneefall los, uebrigens der erste Schnee den ich diesen Winter in Deutschland sah. Doch gluecklicherweise sind wir puenktlich genug am Bremer Flughafen angekommen.
Auch der Abschied am Bremer Flugahfen wurde dank meiner emotionalen Stabilitaet gemeistert, sodass ich dann mit schwer gepackten Koffern meinen erste Flugstation antreten konnte.
Die naechste Station: Frankfuerter Flughafen, wo ich nach langer Aufenthaltszeit dann auf 2 mir bekannte Gesichter traf. Nein, kein Zufall, das war so geplant. Denn mit mir zusammen sollten 2 weitere Eirenies den grossen Schritt in die USA antreten. Naemlich Juergen Bartel und Martin
Anderson, die ihr Freiwilligenjahr anstelle des
deutschen Zivildienstes absolvieren.
Der lange Flug nach Washington wurde dann also zu dritt in Angriff genommen. Trotz der Erleichterung nicht mehr auf sich alleine gestellt zu sein, stieg die Anspannung bei uns Dreien je naeher die Landung in Washington bevorstand. Denn eine grosse Huerde mussten wir erst noch ueberwinden bevor wir das amerikanische Freiheitsgefuehl voll in uns entfalten lassen konnten. Denn wir brauchten noch unsere Aufenthaltsgenehimgung von der amerikanischen Ein-wanderungsbehoerde am Flughafen in Washington.
Dafuer mussten schon im Flugzeug zwei Zettel ausgefuellt werden. Unter anderem mit der Frage: „ Bringen Sie Krankheitserreger, Insekten oder Schnecken mit in die USA ?“.
Es haette auf jedenfall spannend werden koennen, wenn man eine dieser doch eher absurden Fragen mit JA beantwortet haette. Aber da dem nicht so war, hatten wir doch tatsaechlich nach jeweils 2 kurzen Gespraechen auf dem Flughafen ueber unsere Absichten in den USA, unsere Aufenthaltsgenehmigung in der Tasche. Und diese sogar fuer ein ganzes Jahr, was nicht unbedingt der Regel entspricht.
Bei uns war natuerlich die Freude gross, dass wir es alle 3 geschafft hatten und jetzt unserem Freiwilligendienst nichts mehr im Wege stehen konnte. Ja, schon irgendwie verrueckt, was man alles tun muss, nur um Menschen in Not in einem anderem Land helfen zu koennen.
Auch die Aufregung, aufgrund ziemlich geringer Wartezeit, den Anschlussflug nach Orlando zu bekommen, war nach recht zuegiger Abhandlung unserer Aufenthaltsgenehmigungen, verflogen. So erreichten wir das Flugzeug ohne Komplikationen und konnten entspannt waehrend unserer letzten 2 Stunden Flug das amerikanische Festland bestaunen. Letzendlich sind wir heil und sicher in Orlando angekommen und mit einer weiteren frohen Botschaft: Auch unser Gepaeck hat es ohne Schaeden und Verluste geschafft. Komplette Erleichterung und ein Gefuehl der Zufriedenheit und des Erfolgs durchstroemte meinen Koerper. Ich hatte es doch tatsaechlich geschafft den ersten grossen Schritt fuer mein neues Lebensprojekt zu meistern und befand mich doch jetzt wirklich auf amerikanischen Boden, etwas was auch heutzutage noch fuer viele Menschen ein Traum ist. Zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht so richtig bewusst, was ich geschafft hatte und was mir noch bevorstand. Aber mit dem Gefuehl der Zufriedenheit ging es zwar geschafft, aber mit neuem Elan auf zu unserem Hotel, in dem wir unsere erste Nacht in den USA verbringen sollten. Da unsere “Orientation” (Vorbereitungsseminar) in Orlando erst 2 Tage spaeter als wir ankamen begann und wir noch nicht sofort abgeholt werden konnten, mussten wir fuer eine Nacht ein Hotel buchen, was Juergen zum Glueck schon von Deutschland aus gemacht hat. Per Shuttle Service ging es dann dort hin.
Auch wenn man waehrend eines Fluges ja fast die ganze Zeit sitzt, bekommt man dennoch Hunger. So war es auch bei uns und da wir unsere letzte Malzeit im Flug von Frankfurt nach Washington hatten, musste nun schnellstmoeglichst etwas zu Essen her. Im Hotel gab es nichts mehr, doch dank unserer deutschen Adleraugen haben wir auf der Fahrt zu unserem Hotel “Quality Inn” ein uns doch gut bekanntes, grosses, gelbes M auf rotem Hintergrund erspaeht. Also ging es kurz entschlossen und aufgrund keiner Alternativen auf dem kleinen Seitenstreifen und dem Rasen neben dem Highway auf zu McDonalds.
Was mir seit der Ankunft in Orlando sofort aufgefallen ist und was fuer einen Deutschen auch eigentlich nicht zu uebersehen war, waren die ganzen grossen Autos – alles war voll davon, keine typischen deutschen Kleinwagen waren zu finden.
Nach 10 Minuten Fussmarsch waren wir an unserem Ziel angelangt und verspeisten mit gutem Hunger jeder ein Menue. Kaum zu glauben, aber in den USA wird man tatsaechlich auch von einem Menue satt, anders als man es aus Deutschland kennt. Wir vermuteten, dass dies an der hohen Kalorienzahl in unseren Buergern liegen musste.
Nach einem nicht sehr ausgefallenem Essen , dafuer aber traditionell und wie gesagt auch saettigend, ging es zurueck zum Hotel und dort nach einem sehr langem Tag auch sofort ins Bett.
Am naechsten Morgen mussten wir um 11 Uhr auschecken und stellten deswegen natuerlich einen Wecker. Wie der Zufall so will, hoerten wir diesen nicht oder er funktionierte nicht. Doch gluecklicherweise bin ich 20 Minuten vor 11 aufgewacht und habe die anderem beiden aufgeweckt. Und wie ich es schon gewoehnt war, war auch gleich am ersten Morgen in Amerika Stress angesagt. Wir haben es denn doch letztendlich noch puenktlich genug geschafft, weil wir unsere Koffer halb offen nach draussen geschleppt haben und sie dort zu ende gepackt haben.
Danach ging es zurueck zum Flughafen, wo wir zunaechst etwas gegessen haben und dann, wie vorher abgesprochen, BVS angerufen haben um uns von ihnen am Flughafen in Orlando abholen zu lassen. So wurden wir nach einiger Wartezeit auch von G. und H. gefunden und sehr freundlich empfangen. Diese beiden jungen Frauen waren fuer die Leitung unserer bevorstehende “Orientation“ zustaendig. Nun ging es mit dem BVS-Bus auf zum “Camp Ithiel” in Gotha, das ca. 1 Sunde und 30 Minuten von Orlando entfernt ist.
Dort sollte fuer die naechsten Wochen unser neues zu Hause sein. Und der erste Eindruck
war wirklich gut, das Camp lag direkt an einem See und es sah alles recht edyllisch aus. Das gute Wetter in Florida hatte natuerlich einen positiven Einfluss auf den guten ersten Eindruck.. Das Einzige was diesen Eindruck etwas schmaehlerte war das riesen Mehrbettzimmer, das doch eher das Gefuehl in einer Militaer-
kaserne zu schlafen, vermittelte. Doch die tollen Freizeitmoeglichkeiten von einem Fussballfeld, ueber einem Basketballplatz und Tischtennisplatten, sowie Mini-Billiard bis hin (Camp Ithiel: Schlaf- und
zu einem Fussball-Kicker liessen die maessigen Aufenthaltsgebaeude) Schlafplaetze schnell vergessen.
Da die anderen Freiwilligen alle erst am Sonntag eintreffen sollten, ging es am Samstag Abend mit G. und H. essen. Besonders auffaellig war fuer mich auf der Fahrt dorthin die vielen grossen und recht luxurioesen Haeuser, die alle ziemlich aehnlich aussahen und die jeweils eine komisch eingezaeunte Terasse vor ihrem Haus hatten, die wie Kaefige aussahen. Ausserdem fielen mir zwischendurch immer wieder die ummauerten Wohnviertel auf, die mit vielen luxurioesen Haeusern besiedelt waren. Wie gesagt diese Wohnviertel waren
richtig mit einer Mauer umbaut und hatten ein grosses Eingangstor, wo man nur reinkommt, wenn man den Code dafuer kennt. Zudem waren dort am Eingang ueberall Kameras installiert. Es machte auf mich den absurden Eindruck, dass die reichen Menschen in ihrer eigenen kleinen Welt leben wollen und dass
keiner in diese eindringen soll. Tja Sicherheit geht einfach vor in den USA, die Gefahr koennte ja ueberall lauern. 
Der erste grosse Kontrast war unuebersehbar, denn direkt auf der anderen Strassenseite waren recht kleine und ziemlich schaebige Haeuser. Schon ein komisches Gefuehl 2 so gegensaetzliche Welten an einem Ort nur durch eine Strasse getrennt zu sehen.
Des weiteren konnte ich auch gleich ein weiteres typisch amerikanisches Phaenomen bestaunen, denn die Strassen waren voll von Restaurants und Fast Food Ketten. Wirklich schwer wenn man sich nicht auskennt, wo man essen soll. Aber zum Glueck kannte sich G. schon gut in Gotha aus und nahm uns diese Entscheidung ab. Nach einer halben Stunde Wartezeit, weil es so voll war, kamen wir denn endlich an einen Tisch.
Kurz nachdem ich mit meinem Essen fertig war, kam der Kellner zu mir und leitete mein erstes krasses kommunikatives Missverstaendnis in den USA ein. Denn er fragte mich: “Are you from the Czech Republic?” (dt.: Kommen Sie aus Tschechien?) . Ich aber verstand, wohl auch, weil ich mit meinem Essen gerade fertig war, ob ich noch Hunger haette. So antwortete ich auf Englisch: “No thank you, I’m full.” (dt.: Nein danke, ich bin satt.). Alle am Tisch fingen natuerlich an zu lachen, nur ich wusste nicht warum, bis G. mich dann aufklaerte. Sie sagte hinterher, dass der Kellner wohl auf diese Vermutung aufgrund meines Akzents gekommen ist. Zusammen mit Martin habe ich fast den ganzen Abend immer wieder ueber dieses Missverstaendnis gelacht, naja sowas muss man einfach mit Humor nehmen.
Durch solche Momente bemerkte ich auf jedenfall, dass ich in einem anderem Land angekommen war, aber ich muss sagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt am Anfang unserer Orientation noch nicht so wirklich realisiert habe, dass ich fuer fast 1 Jahr in den USA sein werde. Doch diese Realisierung entwickelte sich in den naechsten Wochen immer mehr.
So, dies war nun erst einmal die ausfuehrliche Beschreibung von meiner Ankunft in den USA und im Camp Ithiel in Gotha bei Orlando, Florida.
Um nicht einen ganzen Roman hier zu schreiben, beginne ich nun die 3 Wochen “Orientation“ recht knapp zusammenzufassen und von besonderen Momenten zu berichten.
Am naechsten Tag kamen dann die restlichen Freiwilligen aus verschiedenen Teilen der USA an, insgesamt waren wir dann mit 8 Freiwilligen und den beiden Koordinatorinnen eine recht kleine Gruppe.
Die wesentlichen Themen der Orientation waren den Einheiten vom Eirene-Ausreisekurs in ihrem Inhalt sehr aehnlich, abgesehen von der Sprache. Und mit diesem Stichwort bin ich bei einem weiteren fuer mich wichtigen Punkt meines Freiwilligenjahres angelangt. Denn ein grosses Ziel von mir ist, mein Englisch moeglichst gut zu verbessern.
Auch wenn das Verstaendnis und das Sprechen in den ersten Wochen besser als erwartet klappte, gab es doch immer wieder Schwierigkeiten fuer mich alles zu verstehen. Dies bemerkte ich besonders bei den Unterrichtseinheiten waehrend der Orientation, und hinzu kam noch der mir eher unbekannte amerikanische Akzent. Mit grosser Anstrengung konnte ich schon den wesentlichen Inhalt mitverfolgen, doch die Motivation bei jeder Einheit sich zu konzentrieren, liess bei mir und auch bei Juergen und Martin hin und wieder nach. So schaltete ich manchmal einfach ab und es passierte manchmal sogar aufgrund grosser Muedigkeit, dass mir die Augen zufielen. Insgeamt habe ich aber den Eindruck, dass ich zusammen mit beiden Vorbereitungskursen gut auf mein Freiwilligenjahr vorbereitet wurde.
Doch das Wichtigste fuer mich waehrend der Orientation war nicht unbedingt, alle Einheiten bis ins Detail zu verstehen, sondern mich fuer ein Projekt zu entscheiden. Denn genau dafuer war die Orientation auch besonders gedacht. So konnte man ueber wirklich jedes moegliche BVS-Projekt eine Info-Mappe finden, mit Material ueber das Projekt. Also Infos ueber die Arbeitsbereiche, Bilder und Videos von den Projekten und auch sehr interessante Berichte von ehemaligen Freiwilligen. Ich befasste mich also waehrend der fast 3 Wochen ausfuehrlich damit, welches Projekt ich am interessantesten fuer mich einschaetzen wuerde und wo ich am besten hineinpassen wuerde.
Was mir in dieser Zeit in Orlando besonders gut gefiel, war die tolerante und offene Art von BVS und allen Leuten, die an der Orientation teilnahmen. Und damit meine ich besonders die Toleranz gegenueber unterschiedlichen Glaubensvorstellungen. Ich stellte ziemlich schnell fest, dass fuer die meisten Menschen dort Gott und der christliche Glauben eine wesentliche Rolle in ihrem Leben spielt. Ich kann zwar schon ein spiritueller Mensch sein, aber einen christlichen Glauben besitze ich nicht wirklich. Dennoch hatte ich das Gefuehl absolut aufgenommen zu sein und fuehlte mich sehr wohl in unsere kleinen Gruppe. So fuehlte ich mich auch nicht gezwungen mich irgendwie zu verstellen, sondern konnte offen ueber meine Meinungen und Glaubenvorstellungen sprechen, auch wenn das in Englisch nicht immer ganz einfach war.
Die fuer mich interessantesten Erfahrungen waehrend der Orientation war einmal ein Arbeitstag in einer Food-Bank, wo wir alle moeglichen von Warenhaeusern gespendeten Produkte (Haus-haltsgeraeten, Spielsachen, Trinken, Suessigkeiten etc.) auspackten, bei Essen die Haltbarkeits-daten ueberprueften und alles richtig sortierten. Es war nicht eine besonders anspruchsvolle Arbeit, aber es ist dennoch wichtig, dass sie gemacht wird, damit beduerftige Menschen und Projekte damit versorgt werden koennen.
Eine weitere tolle Erfahrung war ein dreitaegige Ausflug nach Miami und das nicht nur, weil wir einen Nachmittag am Strand verbrachten. Denn wir waren fuer die Zeit dort in einer Haitischen Gemeinde untergebracht. Martin und ich waren zusammen in einer Familie, die uns sehr gut bewirteten. Es war natuerlicheine komplett neue Erfahrung fuer mich aufgrund Hautfarbe zu einer Minderheit zu gehoeren. Denn wie der Name schon sagt, kommen alle Leute der Gemeinde aus Haiti. Und ich muss sagen, es war keine schlechte Erfahrung, sondern sehr interessant und angenehm, denn wir wurden alle sehr freundlich aufgenommen.
Eine weitere gute Erfahrung war ein Arbeitstag an dem wir und sehr viele andere Freiwillige beim Haeuserbauen fuer obdachlose Familien mitgeholfen haben. Unsere Aufgabe war an diesem Tag das Dach zu decken, meine erste Erfahrung in diesem Arbeitsgebiet und es war eine gute Abwechslung zur sonst eher theoretischen Thematik bei der Orientation.
An unserem letzten Tag in Miami waren wir denn noch alle zusammen im Gottesdienst der Haitischen Gemeinde, sehr interessant zu sehen wie sie ihren Gottesdienst celebrieren, alles etwas enthusiastischer. Allerdings konnte ich so gut wie nichts verstehen, weil alles auf Franzoesich war. Nach dem Gottesdienst ging es dann zurueck zum Camp Ithiel in Orlando.
Wie schon oben erwaehnt machte ich mir die ganze Zeit waehrend der Orientation Gedanken ueber meine Projektwahl und entschied mich denn letztendlich, wie auch schon vor der Reise nach Orlando angedacht, fuer das Catholic Worker House in San Antonio, Texas. Die Entwicklung dieser Projektwahl war ziemlich aussergewoehnlich, denn eigentlich hatte ich das Projekt in Deutschland aus dem BVS-Infoheft gar nicht richtig wahrgenommen, weil nur ein sehr kurzer Artikel in dem Heft war. Da ich aber fuer meinen Visumsantrag in Berlin einen genauen Grund und einen Aufenthaltsort fuer das Jahr angeben musste, teilte mir BVS unverbindlich ein Projekt zu um beim Visumantrag keine Probleme zu haben und zwar genau das Catholic Worker House.
Ich wurde auf das Projekt also nur durch Zufall aufmerksam und es kam noch hinzu, dass mein Eirene-Pate C., von dem wir waehrend unseres Ausreisekurses besucht wurde, ein halbes Jahr in diesem Projekt war und sehr begeistert davon berichtete. So standen die Zeichen schon vor der Abreise in die USA auf das Catholic Worker House gerichtet und bei dieser Entscheidung wich ich auch nicht mehr ab.
Und zum ganzen kam noch ein weiterer positiver Aspekt hinzu, denn Martin entschied sich auch das Catholic Worker House als erste Wahl anzugeben. Nach einem kurzen Gespraech mit G., T. (ein BVS-Mitarbeiter) und D.(der Chef von BVS) und deren Anruf bei dem Projekt stand dann fest, dass Martin und ich tatsaechlich zusammen in dasselbe Projekt gehen. Die Freude war bei uns beiden natuerlich gross.
So ging es dann am Freitag, den 16.02.07 mit voller Zuversicht und Vorfreude mit dem Flugzeug nach San Antonio, nachdem wir uns natuerlich von allen anderen verabschiedet hatten.
Ohne Probleme kamen wir am Abend am Flughafen in San Antonio an, wo wir direkt von J., dem Koordinator und Chef im “Catholic Worker House” (CWH), empfangen wurden und zusammen mit ihm zu unserem neuen Projekt direkt im Downtown-Bereich von San Antonio gefahren sind.
Dort wurden wir gleich von einer grossen Gruppe Studenten freundlich empfangen, die 2 mal im Monat Abendessen fuer das CWH vorbeibringen. Wir lernten dann beim Essen auch S. kennen, der wie wir ebenfalls ein Vollzeitfreiwilliger im CWH ist und der schon seit Oktober 2006 hier ist. Er kommt aus Ohio und hat nach 2 Jahren College eine Auszeit genommen um ein solches Jahr zu machen und um selber herauszufinden, was er zukuenftig machen will.
Unser neues Zuhause fuer die naechsten 11 Monate wurde uns dann gezeigt, es ist direkt gegenueber vom CWH und wird “Faith House” genannt. Dort wohnen wir Freiwilligen, und da ist J. mit eingeschlossen, alle zusammen. Ein sehr altes und schon ziemlich heruntergekommens Haus, darauf wurden wir allerdings schon bei unserer Orientation vorbereitet und deshalb war der Schock bei mir auch nicht sehr ausgepraegt. Auf jedenfall kann man behaupten, dass das Haus in der Wohngegend nicht gerade heraussticht, sondern gut in dieses arme Viertel passt.
Hier gibt es sehr viele Obdachlose und laut J. ist das Viertel in San Antonio fuer Drogen und Prostitution bekannt. Naja ich will jetzt nicht uebertreiben, aber man sollte nachts schon etwas aufpassen und nicht unbedingt alleine rumlaufen, wenn man sich nicht auskennt und dein Gesicht allen unbekannt ist.
Aber zurueck zur Wohnsituation. Gluecklicherweise hat das Faith-Haus schon ein wenig Renovierungsarbeiten hinter sich, sodass es nicht mehr hereinregnet oder Loecher in den Waenden sind, was unser Pate uns von seiner Projektzeit noch berichtet hatte.
Mein Zimmer und die Zimmer von Skylar und Martin befinden sich oben im Faith-House. J.’s Zimmer ist unten.Mein Zimmer ist auf jedenfall gross genug fuer ein breites Bett und zwei Sschraenke, auch wenn alles halt nicht das neuste ist. Die neue Lebenssituation war zwar anfangs etwas gewoehnungsbeduerftig, aber ich
betrachtete es und betrachte es auch noch heute als Herausforderung und als Umstellung in den eigenen Wohnanspruechen. Hier laeuft alles mehr nach dem Motto “Simple Living”, worauf wir bei unserer BVS-
Orientation auch schon vorbereitet wurden.
Nun komme ich mal zu meiner Arbeit und meinen Aufgaben im CWH. Das Projekt besteht aus einer recht kleinen Soup-Kitchen (Suppenkueche), einem Office-Bereich und einer Wohnunterkunft im oberen Stockwerk fuer Familien, die sich finanziell keine eigene Wohnung leisten koennen, schon seit einiger Zeit obdachlos sind oder einen anderen Obdachlosen-Shelter verlassen muessen und zudem alle bereit sind einen "Neuanfang" zu starten. Wir versuchen die Familien finanziell moeglichst zu entlasten, indem sie kein Geld fuer die Wohnung, Essen, Hygieneartikel etc. ausgeben mussen. Sofern die Eltern einen Job besitzen, soll der moeglichst groesste Teil des Einkommens gespart werden um eben einen Neuanfang starten zu koennen. Besitzen die Eltern keinen Job, so ist es fuer sie eines der grossen Ziele in der Zeit bei uns einen zu finden. Denn dafuer, dass die Familien bei uns umsonst wohnen duerfen, muessen sie als Gegenzug woechentlich Ziele herausarbeiten und erledigen. Dies koennen halt wichtige Sachen wie Bewerbungen sein oder auch nur einfach einen Arzttermin wahrzunehmen. Zudem muessen die Familien sich an bestimmte Regeln halten wie beispielsweise wochentags bis 10 Uhr zu Hause zu sein (ausgenommen wenn die Arbeit laenger geht), natuerlich keinen Alkohol- und Drogenmissbrauch, kein Fernsehen (Fernseher sind fuer die Familien verboten, damit nicht die Verlockung aufkommt den gazen Tag nichts zu tun und sich die Zeit mit Fernsehen zu vertreiben) und die Teilnahme am gemeinsamen Abendessen. Werden all diese Dinge eingehalten, haben die Familien keine Probleme hier zu bleiben bis sie in der Lage sind selbststaendig etwas neues zu starten oder eine andere Wohnmoeglichkeit gefunden haben. Dies ist ein grosser Unterschied zu anderen Obdachlosen-Sheltern, denn dort ist die Wohnmoeglichkeit oft nur zeitbegrenzt, was bei uns nicht der Fall ist. Jede Familie hat bei uns ihr eigenes Zimmer, was sie sich teilen muessen. So haben wir generell Platz fuer 3 Familien, und im Notfall wohl auch fuer 4 Familien. Eines unserer Aufnahmekreterium ist, dass es eine Familie sein muss, also keine einzelnen Personen. Unter einer Familie verstehen wir hier aber auch schon eine Mutter oder einen Vater mit Kind.
Unsere “Soup-Kitchen” hat Monatg bis Mittwoch und Freitags von 8:30 Uhr bis um 1 Uhr geoeffnet. Dort gibt es morgens Kaffee und Muffins, Donauts etc. fuer Obdachlose und einfach Menschen, die sich kein Essen leisten koennen, es kann also jeder kommen, der moechte. Mittags wird dann richtig gekocht. Jeder von uns Freiwilligen muss 1mal pro Woche dort kochen, hat also die Verantwortung fuer die Soupline an dem Tag. An anderen Tagen ist es meine Aufgabe in der Kueche ganz einfach beim Kochen und Aufraeumen mitzuhelfen. Jeden Tag kommen zwischen 40 und 70 Gaeste mit gutem Hunger und moistens reicht das Essen auch fuer alle. Ein weiterer Arbeitsbereich ist im Office, wo ich auch manchmal bin und jetzt gerade die Mail schreibe. Hier sind unter Anderem Klamotten und alle moeglichen Hygieneartikel von Zahnpasta- und Zahnbuerste, ueber Seife, Shampoo etc. bis hin zu Unterwaesche und Socken, die sich jeder abholen kann und die natuerlich umsonst ausgegeben werden. Zudem koennen alle unsere Gaeste die Anschrift unseres Office als Adresse benutzen. Denn in den USA ist es so, dass man nur die Moeglichkeit hat einen Job zu bekommen, wenn man eine Anschrift hat. Deshalb kommt auch taeglich eine Menge Post bei uns an. Als vorerst letzte Information moechte ich noch mitteilen, dass das ganze Catholic Worker House und das Faith House ausschliesslich uber Spenden, sogenannten Donations, finanziert und unterstuezt wird. Dies ist nicht nur Geld, sondern auch Essen, Klamotten etc. So bekommen wir zum Beispiel 1 bis 2mal pro Woche alle moeglichen Essensprodukte von einer Supermarktkette. Ich finde es ziemlich interessant und beeindruckend, dass solch ein Projekt voellig ohne staatliche Unterstuetzung und uebrigens auch ohne finanzielle Unterstuetzung der Katholischen Kirche am Leben erhalten wird. Unsere Spenden kommen von privaten Leuten, Unternehmen und von unterschiedlichen Kirchengemeinden.
Jetzt komme ich nun doch endlich zum Schluss meiner ersten Rund-Mail. In der naechsten Mail werde ich dann mehr ueber mein Projekt berichten, ueber Erfahrungen in der Soupline und meine Eindruecke von San Antonio. Aber jetzt denke ich, dass dies erst einmal genug zum Lesen fuer euch war und es hoffentlich nicht zu lang geworden ist. Wenn ich erst einmal anfange zu schreiben, geht es bei mir recht schnell, dass alles sehr ausfuehr-lich geschrieben wird. Aber ich wollte euch allen auch eine moeglichst detaillierte Zusammen-fassung geben, wie ich hier hergekommen bin, was ich erlebt habe und was meine Eindruecke von der USA sind.
In diesem Sinne moechte ich mich natuerlich auch bei euch allen herzlich bedanken. Ich bin wirklich froh, dass es mir von euch ermoeglicht wurde dieses Jahr in den USA zu leben. Ich danke all den Leuten meines Unterstuetzerkreises, die das noetige Finanzielle beigestuert haben und ohne die es nicht moeglich gewesen waere, ich danke meiner Familie, besonders meinem Vater und seiner Frau Tina, die mich von Anfang an unterstuetzt haben und auch waehrend dieses Jahres immer fuer mich da sind. Ich danke meinen Freunden und ihren Familien, die mich in der Vergangenheit unterstuezt haben und mich auf diesen Lebensweg gebracht haben. Und ich danke natuerlich auch Eirene und BVS, die Menschen wie mir ermoeglichen ein Jahr seines Lebens zu nutzen um anderen Menschen zu helfen und gleichzeitig selber viele neue Erfahrungen zu sammeln und sich weiterzuentwickeln und ich hoffe, dass neben mir noch viele weitere Menschen zu dieser Chance greifen werden um die Welt ein Stueckchen zu verbessern
Viele Liebe Gruesse aus San Antonio
Euer Laurin
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