Internationaler Christlicher Friedensdienst

Emanzipation statt Ausgrenzung

Projekte mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen benötigen besondere Förderung

Während einer Fachtagung zum Thema "Behindertenarbeit in Entwicklungsländern" im November 1997 fanden sich zum ersten Mal in größerem Rahmen Nichtregierungsorganisationen zusammen, die Projekte für Menschen mit besonderen Bedürfnissen unterstützen. Aus diesem ersten Treffen entwickelte sich eine Arbeitsgruppe, die gemeinsam die Anliegen von Menschen mit besonderen Bedürfnissen gezielt unterstützen wollte. Einige der angegangenen Maßnahmen sind der gegenseitige Erfahrungsaustausch, die inhaltliche Zusammenarbeit sowie eine verstärkte Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit. Der Arbeitsgruppe gehören nichtstaatliche, private und kirchliche Entwicklungsorganisationen an, die die Förderung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen in ihr Mandat aufgenommen haben. EIRENE ist Mitglied in dieser Arbeitsgruppe.

Angesichts der menschenunwürdigen Lebensbedingungen von vielen betroffenen Menschen in Entwicklungsländern hat die Arbeitsgruppe einen Dialog mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) angestoßen, um im Bereich der Projektfinanzierung zu besseren Rahmen- und Förderbedingungen für die spezifische Zielgruppe von Menschen mit besonderen Bedürfnissen zu kommen.

Der folgende Artikel basiert auf dem von der Arbeitsguppe vorgelegten Sektorpapier, das als Grundlage für die Gespräche mit dem BMZ dienen soll. Wir geben das Papier, das eine gute Einführung in die Grundfragestellungen der Entwicklungszusammenarbeit mit Menschen mit besonderen Bedürnissen darstellt, in gekürzter Form wieder.