Projekt-Info:

Frauen und Jugendliche als UnternehmerInnen in der ökologischen Landwirtschaft in Nicaragua.


Nachaltiger Gemüseanbau bei SOPPEXCCA

Anzucht von Kakaosetzlingen

Die Schokoladenfabrik bietet Arbeit für junge Menschen.

Die Mehrheit der Bevölkerung in den ländlichen Gemeinden im Nordwesten Nicaraguas lebt von der Subsistenzwirtschaft weitgehend ohne öffentliche Grundversorgung. Die Auswirkungen des Klimawandels, die extensive Agroindustrie und der Raubbau an den Ressourcen Wald, Boden und Wasser bedrohen die natürlichen Lebensgrundlagen. Zwischen 45-66% der Bevölkerung sind von extremer Armut betroffen. Vor allem die junge Bevölkerung leidet unter mangelnder und schlechter Ernährung, Gesundheit und Bildung. Auf der Suche nach Einkommen müssen viele NicaraguanerInnen unsichere und saisonale Arbeit aufnehmen und dazu häufig in die Nachbarländer auswandern. Die Autorität von Männern und Erwachsenen in der nicaraguanischen Gesellschaft fördert die Ausgrenzung von Frauen und Jugendlichen.

Die EIRENE-Partnerorganisation SOPPEXCCA fördert in den Munizipien Jinotega und Cuá-Bocay eine sozial gerechte und ökologisch verträgliche Entwicklung. Die 1997 gegründete Agrargenossenschaft hat in den Bereichen Produktdiversifizierung, Ernährungssicherheit und Umweltschutz bereits große Fortschritte gemacht. In der vorherigen Projektphase wurde der Kakaoanbau erfolgreich als Ersatz für den Kaffeeanbau eingeführt, der klimawandelbedingt unproduktiv gewordenen war, und eine Schokoladenfabrik als neue Einkommensquelle für Jugendliche aufgebaut. Das Anschluss-Projekt fördert unter dem Fokus der Geschlechtergerechtigkeit die eigenständig wirtschaftlichen Aktivitäten von Frauen und Jugendlichen und ihre Teilhabe in institutionellen Prozessen.

EIRENES Beitrag: 

SOPPEXCCA wird bei ihrem Vorhaben von EIRENE gefördert und von einer Fachkraft beraten. Beispielsweise werden ein Kleinkreditfonds und angepasste Bewässerungssysteme eingerichtet, um Zugang zu Land und Wasser zu schaffen. Durch kontinuierliche Fortbildung und Vernetzung werden Frauen und Jugendliche befähigt, ihre Rechte auf eigenständiges Wirtschaften durchzusetzen und nachhaltig Lebensmittel anzubauen. Ziel ist die Stärkung der persönlichen Fähigkeiten und sozialen und wirtschaftlichen Möglichkeiten von Frauen und Jugendlichen in den Projektgebieten.

Unterstützungsbedarf: 

Ihre Spende hilft gegen die Armut im ländlichen Nicaragua, beispielsweise:

  • 150 Euro ist der ungefähre Preis für die Legalisierung eines Besitztitels über Land für eine/n Jugendliche/n oder eine Frau, sodass sie wirtschaftlich unabhängig werden und sich ernähren können.
  • 100 Euro finanzieren die Hälfte der Kosten eines Bewässerungssystems für die Überbrückung der Trockenzeit und den ressourcenschonende Wasserverbrauch.
  • 50 Euro sind ein wichtiger Beitrag für die Aktivitäten mit Jugendlichen zum Thema Gender und Gleichstellung und die Weiterbildung junger männlicher Multiplikatoren.
Projektdaten
Land/Region: 
Nicaragua/ Jinotega, Cuá-Bocay
Finanzierung: 
BMZ, Eigenmittel des Partners, Spendenmittel EIRENE
Kurzbeschreibung: 
Stärkung der Einkommenssicherheit und der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Teilhabe von Frauen und Jugendlichen sowie des umweltschonenden und nachhaltigen Wirtschaftens im ländlichen Raum im Norden Nicaraguas.
Lokaler Partner: 
Zusammenschluss der Agrargenossenschaften UCA SOPPEXCCA/ www.soppexcca.org
Projektlaufzeit: 
2015-2018