Projekt-Info:

AMAHORO – Unterstützung lokaler Friedensakteure in Burundi

Obwohl die Bürgerkriege in der Region (Ruanda, Burundi, DR Kongo) offiziell beendet sind, halten die gewalttätigen Auseinandersetzungen insbesondere in der DR Kongo und Burundi an. Die bewaffneten Gruppen finanzieren sich beispielsweise durch den Handel mit Bodenschätzen, die besonders im Osten des Kongo vorkommen (Gold, Coltan, Diamanten). Bewaffnete Konflikte und Vergewaltigungen sind immer noch auf der Tagesordnung. Die mehr als 15 Jahre andauernden Konflikte haben die Region und die Menschen geprägt. Hunderttausende leben nach wie vor in Flüchtlingslagern inner- oder außerhalb des Landes; andere sind noch auf der Flucht.

Neben dem Wiederaufbau der Infrastruktur gilt es, die sozialen Netzwerke wiederherzustellen. Dazu gehört sowohl die Reintegration der Flüchtlinge als auch die Stärkung der Zivilgesellschaft. Mit Hilfe gewaltfreier Konfliktbearbeitung sollen die ehemals verfeindeten Bevölkerungsgruppen einander näher gebracht werden, um einerseits vergangenes Unrecht aufzuarbeiten und andererseits gegenwärtige Streitigkeiten zu schlichten.

EIRENES Beitrag: 

Dieses Projekt ist Teil des ZFD Regionalprogramms Große Seen von EIRENE. Die EIRENE Friedensfachkraft vor Ort berät die Partnerorganisation in der Arbeit mit den Kommunen in den Provinzen Makamba und Bururi im Süden des Landes zur gewaltfreien Konfliktbearbeitung. Ziel ist die Stärkung lokaler Strukturen zur Identifikation von Konfliktursachen und zur friedlichen Gestaltung des Zusammenlebens in den Kommunen.

Projektdaten
Land/Region: 
Burundi/ Provinzen Bururi und Makamba
Finanzierung: 
Ziviler Friedensdienst (ZFD) aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Kurzbeschreibung: 
Unterstützung lokaler zivilgesellschaftlicher Konflikttransformation von Landkonflikten in Burundi
Lokaler Partner: 
Chiro, eine katholische Jugendorganisation zur Stärkung der Fähigkeit der Jugend zum Frieden beizutragen.
Projektlaufzeit: 
2015-2018