Internationaler Christlicher Friedensdienst

Niger-Reisebericht

Eindrücke aus Niamey

Eine Stadt wacht auf

Nachdem in dem Stadtviertel des EIRENE-Koordinationsbüros, in dem ich untergebracht bin, eine ungewöhnliche Ruhe herrscht, macht eine kleine Stadtfahrt durch die Stadt deutlich, dass an einigen Ecken doch das afrikanische Leben pulsiert. Auch der Fluß Niger hat erstaunlich viel Wasser, nachdem ich doch in Deutschland gehört hatte, dass in Teilen (Ost-)Afrikas Wassermangel herrscht.

Am Gran Hotel, das direkt am Flussufer liegt, ist ein Blick auf den vollen Niger möglich, der teilweise an Eindrücke aus der Stadt Torgau nach dem Elbeflutwasser erinnert. Ich versuche, ein Gefühl für dieses Stadt zu bekommen, doch jede Ecke gleicht für mich der anderen, und plötzlich stehen wir wieder vor den Toren des EIRENE-Büros, wo ich mich doch eigentlich völlig woanders vermutet hätte.

Die vielen roten Sandstraßen neben den wenigen Teerstraßen sehen für mich überall gleich aus. Per E-Mail klären wir noch einige Dinge für diese Homepage ab und unsere Webmaster Jens Schild erweist sich erneut als schneller und zuverlässiger Mitarbeiter. Vielleicht schreibe ich heute Nacht noch einige Erzählungen auf, die mir zu Ohren gekommen sind, die es nicht einfacher machen, so ein Land wie den Niger zu verstehen.

Der Schweiß läuft mir die Arme runter, es ist nach dem Regen der letzten Tage sehr schwül hier, und jeder Tropfen Wassser (und Bier) wird sofort wieder vom Körper ausgestoßen. Morgen in der früh ist das Schreiben vielleicht etwas angenehmer. Dann mehr, evtl. auch mit mehreren Fotos aus Niamey. Bis dahin