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Gedenken an Abbé Pierre
Gründer der EIRENE Partnerorganisation Emmaüs gestorben (22.01.2007)
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Abbé Pierre |
Neuwied, 22.1.2007 – Die Mitarbeitenden des Internationalen Christlichen Friedensdienstes EIRENE gedachten mit einer Schweigeminute des französischen 'Armenpriesters' Abbé Pierre. Der katholische Geistliche, der sein Leben dem Einsatz für soziale Gerechtigkeit widmete, verstarb im Alter von 94 Jahren.
Während des zweiten Weltkriegs schloss sich der junge Priester der Resistance an und verhalf jüdischen Familien zur Flucht in die Schweiz. In Frankreich und darüber hinaus bekannt wurde Abbé Pierre, als er im strengen Winter 1954 angesichts des Erfrierungstodes einer obdachlosen Frau zu einem „Aufstand der Güte“ aufrief. Seitdem machte er den Kampf für die Obdachlosen zu seiner Lebensaufgabe. Die von ihm gegründete Emmaüs-Bewegung ist heute in 40 Ländern präsent.
Seit über zehn Jahren engagieren sich auch EIRENE-Freiwillige in den Emmaüs-Zentren in den Vorstädten von Paris. In den Zentren finden Obdachlose Unterkunft und Arbeit – und sie können neue Lebensperspektiven entwickeln. Die Freiwilligen leben und arbeiten gemeinsam mit den Obdachlosen, alle sind sogenannte 'Compagnons' mit Rechten und Pflichten.
„Armut ist nicht nur ein fernes Problem im Süden, sondern sie ist auch in unserer reichen Industriegesellschaft zu finden“, schreibt Jan Jasper Mühle, der seinen Freiwilligendienst bei Emmaüs leistete. „Zu erkennen und zu erfahren, was es bedeutet nur das zu besitzen, was man am Leibe trägt, macht einen Teil meines Dienstes aus. Armut ist Realität!"






