EIRENE aktuell
Menschenrechte lassen sich nicht mit Gewalt einführen
EIRENE zum Internationalen Tag der Menschenrechte
Neuwied - Militäroperationen sind wenig geeignet, um in Krisengebieten die Menschenrechte zu fördern. Darauf machte der Internationale Christliche Friedensdienst EIRENE anlässlich des Tages der Menschenrechte am 10. Dezember aufmerksam.
"Nun kann es selbst der amerikanische Präsident Bush nicht mehr leugnen: Die Strategie, im Irak und in Afghanistan, Demokratie und Menschenrechte vor allem durch einen massiven Militäreinsatz zu verbreiten, ist gescheitert", so EIRENE-Geschäftsführerin Angela König. "In beiden Ländern ist die konsequente Unterstützung zivilgesellschaftlicher Kräfte und eine echte Aufbauhilfe zugunsten der militärischen Option vernachlässigt worden. Stattdessen sehen die Menschen ihr elementarstes Menschenrecht, ihr Recht auf Leben bedroht. Auf der einen Seite sind die Anschläge der Terrorkommandos, auf der anderen Seite fürchten die Menschen die Willkür der amerikanischen Besatzungstruppen, die in ihrem 'Kampf gegen den Terror' immer weniger Rücksicht auf unbeteiligte Zivilisten nehmen. Auch im Sinne der Menschenrechte ist eine Kehrtwende der Politik dringend geboten."
Sogenannte "Humanitäre Interventionen", Militäroperationen mit dem erklärten Ziel, Menschenrechtsverletzungen zu beenden, sind nicht nur völkerrechtlich höchst umstritten, zu oft sind es gerade wieder unbeteiligte Menschen, die Opfer der Kampfhandlungen werden. Die Schätzungen für den Irak liegen zwischen 50.000 und mehreren hunderttausend Todesopfern in der Zivilbevölkerung.





