EIRENE aktuell
EIRENE meldet Spendenzuwachs von 23 %
Neue Geschäftsführerin bedankt sich bei Spenderinnen und Spendern
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Angela König beim Neujahrsempfang |
Mit einem Spendenaufkommen in Höhe von 835.000,-Euro vermeldet die Friedens- und Entwicklungsorganisation EIRENE für das Jahr 2005 einen Spendenzuwachs im Vergleich zum Vorjahr von über 23% und damit die höchsten Spendeneinnahmen in seiner fast 50jährigen Geschichte. Im Rahmen eines Neujahrsempfangs in den Räumen der Internationalen Geschäftsstelle der Organisation in Neuwied am Rhein bedankte sich die neue Geschäftsführerin, Frau Angela König, die seit Oktober 2005 im Amt ist, für das Vertrauen der über 5.400 Spenderinnen und Spender in die friedens- und entwicklungspolitische Arbeit von EIRENE. Die ökumenische Organisation ist in Afrika, Lateinamerika, Nordamerika und Europa tätig.
„Ohne die Unterstützung durch unsere Freunde und Förderer wären wir nicht in der Lage gewesen, Hilfsprogramme und Freiwilligenentsendungen in der jetzigen Größenordnung durchzuführen. Weltweit waren im vergangenen Jahr 142 Freiwillige und EntwicklungshelferInnen mit EIRENE in 23 Ländern tätig. Zudem konnten wir in Afrika und Lateinamerika erneut mehr als 20 Projekte finanziell fördern. Dies alles war nur möglich, weil unsere Spender dieses Engagement so großartig unterstützt haben“, sagte Angela König im Rahmen des Neujahrsempfangs, an dem neben SpenderInnen und Förderern auch VertreterInnen aus den lokalen Kirchen und der kommunalen Politik teilnahmen.
Das gute Spendenergebnis im Jahr 2005 geht dabei nicht wie bei vielen anderen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit auf das bislang unübertroffene Spendenaufkommen aus Anlass des Tsunami in Südostasien zurück. Denn EIRENE hatte sich anlässlich der Katastrophe unmittelbar entschieden, nicht in der Katastrophenregion tätig zu werden, obwohl zu erwarten war, dass viele Menschen die Organisation mit Spenden bedacht hätten. „Wir sind nicht auf den Spendenzug aufgesprungen, weil wir unserer Linie treu bleiben wollten, Hilfe immer nur in Kooperation mit vorhandenen lokalen Partnerstrukturen vor Ort durchzuführen. Nur so kann Hilfe erfolgreich und vor allen Dingen nachhaltig sein. In Südostasien ist EIRENE aber nicht tätig und verfügt dort über keine Partnerstrukturen. Ohne lokale Kooperationspartner und ohne Arbeitserfahrungen in einem Land oder einer Region kann Hilfe aber sogar mehr Schaden anrichten als Gutes bewirken“, so Thomas Oelerich, Pressesprecher von EIRENE.
Umso erfreulicher wird in der Organisation das positive Spendenergebnis gesehen. Denn Befürchtungen zu Beginn des Jahres 2005, dass die Menschen nach der Hilfe für die Tsunami-Opfer andere Projekte und Regionen nicht mehr in gewohnter Weise fördern könnten, bestätigten sich nicht. Im laufenden Jahr 2005 zeichnete sich bereits ab, dass EIRENE ein positives Spendenjahr erreichen würde. „Angesichts der Hungersnot in Niger rief EIRENE im August die Bevölkerung zu Spenden auf. Im Niger arbeiten wir seit über 30 Jahren. Für unsere Hilfe vor Ort erhielten wir über 150.000 Euro an Spendenmitteln. Diese Zuwendungen sind ein weiterer Grund für das besonders gute Spendenergebnis im Jahr 2005“, so Thomas Oelerich.
Im Jahr 2006 möchte EIRENE nach Aussagen von Geschäftsführerin Angela König sein Engagement in Afrika und Europa ausweiten. Neben den bisherigen afrikanischen Schwerpunktländern Tschad und Niger ist geplant, in der Region der Großen Seen (Ruanda/Burundi/Kongo) mit dem Einsatz von Friedensfachkräften zu beginnen. Außerdem arbeitet EIRENE derzeit am Ausbau seines Freiwilligenprogramms mit dem Ziel, verstärkt in islamisch geprägten Ländern an der europäischen Peripherie tätig zu werden. „Wir möchten insbesondere jungen Menschen die Möglichkeit geben, Erfahrungen in islamisch geprägten Kulturen zu machen. Über solche persönlichen Begegnungen wollen wir einen Beitrag leisten, um gegenseitiges Verständnis zwischen christlich und muslimisch ausgerichteten Kulturen zu ermöglichen und beidseitig vorhandene Vorurteile abzubauen“, erläuterte Angela König den Hintergrund dieser Bestrebungen. Mögliche neue Einsatzplätze für Freiwillige könnten dann in Bosnien, der Türkei, Marokko oder Algerien eingerichtet werden. Noch im laufenden Jahr soll die Mitgliederversammlung von EIRENE über mögliche Einsatzländer und Projekte entscheiden, so die Geschäftsführerin.
Verantwortlich:
Thomas Oelerich (Tel. 02631/8379-17) e-mail: oelerich@eirene.org






