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Internationaler Freiwilligendienst in Deutschland

Chancengleichheit durch einen Friedensdienst in umgekehrter Richtung

Schon lange ist es unser Ziel, nicht nur Freiwillige aus Deutschland in die Welt zu entsenden, sondern auch ausländische Freiwillige bei uns zu empfangen. Wir wollen jungen Menschen aus unseren Partnerorganisationen die gleichen Chancen und Lernerfahrungen bieten wie Freiwilligen aus Deutschland. Zudem sind wir überzeugt, dass diese jungen Menschen uns hier in Deutschland bereichern und dass wir voneinander lernen werden. Daher bieten wir jetzt einen Friedensdienst in umgekehrter Richtung an. Hier die aktuellen internationalen Freiwilligen.

Das Konzept: Ablauf und Einsatzstellen

Eingesetzt werden sie für ein Jahr in Einsatzstellen der offenen Jugendarbeit, in Schulen und Kindergärten, in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit, in Organisationen für Menschen mit Behinderungen sowie in der ökologischen Landwirtschaft. Nach der Ankunft werden die Freiwilligen für einen Monat in Gastfamilien in Neuwied untergebracht sein. In dieser Zeit findet ein Orientierungsseminar in der Geschäftsstelle statt, in dem sie auf das Leben und Arbeiten in Deutschland vorbereitet werden. Parallel dazu besuchen sie einen vierwöchigen Deutschkurs. Danach beginnt die Arbeit in den jeweiligen Einsatzstellen.

Die pädagogische Begleitung der Freiwilligen wird von EIRENE Haupt- und Ehrenamtlichen durchgeführt. Hierzu gehören 26 Seminartage, die von EIRENE gestaltet werden sowie ein 5-tägiges Seminar zur Politischen Bildung, das die Freiwilligen extern besuchen werden. An den Einsatzorten der Freiwilligen gibt es eine Praxisanleitung in der jeweiligen Einrichtung sowie eine/n MentorIn außerhalb der Arbeit aus dem EIRENE-Umfeld.

Für interessierte Einsatzstellen:

Folgende Voraussetzungen sollten erfüllt werden:

  • eine ganztägige Beschäftigung in der Einrichtung (gerne auch in verschiedenen Arbeitsbereichen) sollte möglich sein
  • es sollte eine Offenheit zur Selbstreflexion, eine Lernbereitschaft und das Bewusstsein für die besonderen Herausforderungen und Bedürfnisse von internationalen Freiwilligen in der Einsatzstelle vorhanden sein
  • es dürfen keine Erwerbsarbeitsplätze ersetzt werden
  • es sollte einen ausdrücklichen Bedarf an dem vorübergehenden Einsatz eines/r Freiwilligen sowie eine Einarbeitung und Begleitung (eine Person, die die Praxisanleitung übernimmt, sollte definiert werden) während des Dienstes geben

  • die Anerkennung der Einsatzstelle im Bundesfreiwilligendienst (BFD) nach § 6 des Bundesfreiwilligengesetzes durch das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) ist wünschenswert, kann aber auch beantragt werden
  • die Bereitschaft sich mit einer monatlichen Einsatzstellen-Umlage an den Programmkosten zu beteiligen

 Hintergrund und Auswahl der Internationalen Freiwilligen:

  • die Freiwilligen werden aus dem Umfeld von EIRENE-Partnerorganisationen in Bosnien-Herzegowina, Nicaragua und Uganda ausgewählt, d.h. sie sind bereits (ehrenamtlich) aktiv für die Organisation und planen dieses Engagement auch nach ihrer Rückkehr weiterzuführen
  • Voraussetzung ist ein Schulabschluss; eine weitere Ausbildung/Studium ist wünschenswert
  • die Freiwilligen sind zwischen 18 und 29 Jahren alt
  • die Auswahl erfolgt durch EIRENE-nahe Gremien in den Herkunftsländern; die Zuordnung zu der passenden Einsatzstelle wird von EIRENE in Neuwied vorgenommen