Ein Jahr des
Umbruchs im Tschad
Das Jahr 1997 war für EIRENE-
Tschad eine Zeit der Veränderungen:
neues Personal, Umsetzung neuer Programme und Aktivitäten, Umzug des Koordinationsbüros.
Was das Personal der Koordinationsstelle betrifft, so stand der Wechsel des Koordinators an sowie die Ankunft einer neuen Sekretärin und eines Buchhalters und darüber hinaus einer Assistentin für das Programm COMBHEN
(Stipendien für Behinderte).
Bei den Programmen war es der Beginn eines neuen Abschnitts unserer Arbeit mit Behinderten: Im Laufe des Jahres
wurden etwa 10 neue Kollegen eingestellt, von denen einige schon früher bei EIRENE-Tschad mitgearbeitet hatten.
Nachdem EIRENE mehr als 6 Jahre mit dem Kommitee für ländliche Entwicklung in Bedogo (CODEB) im westlichen
Logone kooperiert hat, ist diese Zusammenarbeit in ein letztes Stadium eingetreten. Die Freiwilligen haben ihren Vertrag im zweiten Quartal beendet. Um vor
Ort die technische Weiterführung zu sichern und den Übergang zu einer neuen Form der Zusammenarbeit einzuleiten,
hat EIRENE einen Dreiecksvertrag mit CODEB und der NRO ASSAILD geschlossen.
Um unsere Kleinprojekte und unsere
Arbeit für den Frieden besser durchführen zu können, hat die Koordination eine Studie durchgeführt und eine Unterabteilung gegründet, die mit EIRENE verbunden ist: CESADEP, "Arbeitsgruppe für Studie, Unterstützung und Aktion für
die Entwicklung und den Frieden".
1997 hat EIRENE viel Kraft investiert,
um die Arbeit für den Frieden und die
Vermittlung in Konflikten zu intensivieren, und zwar in regelmäßigen Arbeitstreffen mit den aktiven Mitgliedern von
Menschenrechtsorganisationen. Oder auch in die Arbeit mit Behinderten und in die Vorbereitung der Programme für
1998. Zusammen mit den Schwestern NRO’s hat EIRENE eine aktive Rolle im Prozeß der Sensibilisierung für das Problem der Erdölförderung im Tschad gespielt.
Zu beklagen war der tragische Tod unseres Freundes Abdelhadi Taha. Seit langem in unserem Büro tätig als Vertreter
von "Brot für die Welt", hatte er stets ein
offenes Ohr für unsere Anliegen. Er fehlt
uns sehr, aber wir werden uns bemühen,
seine Arbeit weiterzuführen.
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