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Mit diesem COPA-Programm wird das
Gebiet, das von den PAAP-BeraterInnen
abgedeckt werden soll, verdoppelt, ebenso wie die Anzahl der lokalen DorfberaterInnen. Es ist nun genügend
Zeit vorhanden, um BeraterInnen anderer NRO‘s auszubilden und in Kooperation mit ihnen eine gemeinsame Animation anzubieten, da nun eine finanzielle und technische Unterstützung gewährleistet wird. Wenn dieses gelingt, wird
am Ende des Jahres praktisch die gesamte südliche Region des AIR-Gebirges von vielen Autopromotions-Aktivitäten überflutet sein. Es werden auch größere Projekte sein, die von den Menschen selbst entwickelt wurden; vorgesehen sind Ufer-
schutz-, Brunnenbau- und Schafzuchtprojekte, an denen Frauen und Männer, Nomaden und seßhafte Kleingärtner,
Ortsansässige und Flüchtlinge, Vertriebene und ehemalige Rebellen beteiligt sein werden.
Das PAAP-Team hat kurzfristig die
Anzahl seiner MitarbeiterInnen erhöht,
der interessanteste Aspekt von COPA ist
der Bereich der gemeinschaftsbildenden
Aktivitäten, mit denen die Menschen
vor Ort unterstützt werden sollen,
ihre Konflikte gewaltfrei zu lösen.
Etwas Neues entsteht auch in der Ingall-Oase, in der
PAAP seit langem schon aktiv ist: An diesem Ort soll der erste unabhängige Spar- und Kreditverein des Nordens enstehen. Währenddessen hat sich im Süden des Landes, eingekeilt von Nigeria und Benin, folgendes ereignet: Das KOOKARI-Programm hat sich räumlich von der Koordination getrennt und auch den Entwicklungshelfer ausgewechselt. Das
neue Büro in Dosso ist von vielen
Fruchtbäumen umgeben, wahrscheinlich ein Zeichen für eine hoffnungsvolle Zukunft. Ein zweites Arbeitsgebiet wurde in Tesa erschlossen, das augenscheinlich noch unzugänglicher ist als Faray, da die BeraterInnen Sandscheibenwischer für
ihre Sonnenbrillen benötigen.
In Niamey geht die Arbeit in der Abteilung Mathematik des pädagogischen Institutes INDRAP weiter voran. Alle Bü
cher für die Grundschule (6 Jahre) sind
nun fertiggestellt. Die Mitarbeiter sind
jetzt damit beschäftigt, die Bücher für die
weiterführende Schule zu erarbeiten.
EIRENE-Niger hat 1997 mit dem Einsatz von Kurzzeitfreiwilligen experimentiert. Ein belgisch-deutsches Paar hat aufgrund ihrer reichlichen Lebenserfahrung mit den Goumantché an der Grenze zu Burkina Faso gearbeitet. Zwei StudentInnen kamen, um eine Studie über die Methode der Autopromotion zu schreiben und um eine sozioökonomische Studie über die Entwicklung des Kreditvereins in Ingall zu erstellen. Und Martin Weicker, ein alter EIRENE-Mitarbeiter und Ex-Freiwilliger im Niger, hat
die Kleingärtner von Assada beim Aufbau von Uferschutzmaßnahmen unterstützt.
Um das alles abzurunden, entwickelt
EIRENE-Niger im Moment ein nationales Programm für Gewaltfreiheitstrainings, das für die städtischen Zentren
des Landes gedacht ist.
Louis Lindner
EIRENE-Koordinator in Niger
Brigida Ferber
Afrikareferentin
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