Bericht:

"Du bist ein Wunder" - 5. Rundbrief von Susanne Liedtke

Von: Susanne Liedtke

Susanne Liedtke steht kurz vor ihrer Abreise und zieht Bilanz darüber, was sie gelernt und erlebt hat -  was sie jetzt, nach dem Aufenthalt, ausmacht.

"Werde ich mich an die kleinen Dinge erinnern koennen? Hoffentlich, denn sie gehoeren einfach dazu. Wenn die Katzen Nachts ueber das Wellblechdach jagen, das Licht flackert, weil im Taller nebenan eine Schleifmaschine benutzt wird, man die Tueren andersherum abschliesst, fuer Ameisen nichts unmoeglich ist, (...) oefter mal der Strom und das Wasser ausfallen, morgends um 5:30 Uhr die Sonne auf- und schon um 17 Uhr wieder unter geht, fruehs und abends die Kraehen im Park am lautesten sind, Regenschauer die Luft nur schwueler machen, man ueberall auffaelt, Waschmaschienen grundsaetzlich Loecher in die Kleidung machen und Flecken nicht rausgehen, (...) fast alle tanzen koennen, Kirche sehr wichtig ist, man fuer kurze Strecken lange braucht, Privatsphaere so gut wie nicht existiert, Musik ueberall gespielt wird, die starke Sonne alle in den Schatten und vor die Ventilatoren treibt, der Tratsch mindestens die Haelfte jeden Gespraechs ausmacht, ... "!