Bericht:

"Drei Monate Nicaragua - und der Blick auf die Welt beginnt sich zu verändern" - Antonia Bihlmayer

Von: Antonia Bihlmayer

Antonia Bihlmayer berichtet in ihrem ersten Rundbrief von ihren ersten Eindrücken von Nicaragua, ihrem Sprachkurs und unkonventionellen Lernmethoden und dem Ankommen im Projekt in Matagalpa.

"Eine ”adäquate” Vorbereitung auf das, was einen jenseits Europa erwartet, gibt es wahrscheinlich nicht. Űber Monate hinweg habe ich versucht, aus allen möglichen Quellen Informationen über Land und Menschen zu schöpfen. Selbst die anschaulichsten Erzählungen meines Bruders oder meiner Patin Elena können keine Gerüchte, keine Geräusche und sonstige Sinneseindrücke vermitteln, die einen hier zu überfluten drohen. Ich kann nicht genau bestimmen, wie lange ich gebraucht habe, um auch mental in Nicaragua anzukommen. Beinahe zwanzig Stunden Flug reichen aber bestimmt nicht aus, um den Wechsel des Kontinents nachvollziehen und auch annehmen zu können..."

Meine Arbeitsbereiche:

"Auf der einen Seite klinke ich mich in den eher wissenschaftlichen Bereich ein, höre Tonbänder mit Interviews ab und verschriftliche sie, sammle und sortiere sämtliche Zeitungsberichte, die sich auf Gewalt gegenüber Frauen beziehen und werte Statistiken aus. Andererseits – und dies ist der Teil, der mich besonders anzieht – unterstütze ich die verschiedenen Weiterbildungen Grupos Venancias. Dies reicht von allen organisatorischen Aufgaben hin bis zur Durchfürhung von Aufwärmspielen. Besonders freut es mich, wenn ich um Rat und Verbesserungsvorschläge gefragt werde".