Bericht:

Alltagsgeschichten - 3. Rundbrief von Marie Wagner

Von:

Marie hat sich gut eingelebt, schildert uns ihr Leben in Nicaragua und ihre Arbeit. Sie erzählt uns Alltagsgeschichten und schreibt über gesellschaftliche Phänomene wie den Machismus in Nicaragua.

 

"...Es vergeht selten ein Tag, an dem ich nicht ein mulmiges Gefühl im Bauch verspüre, wenn ich Kinder in kaputten Kleidern, ohne Schuhe durch die Stadt laufen und Menschen am Straßenrand betteln sehe. Diese Menschen werden nie die Möglichkeit haben, ein Leben zu führen, wie es für uns in Deutschland normal ist. Mir ist es lange sehr schwer gefallen, dies zu akzeptieren. Deshalb bin ich sehr froh, die Möglichkeit bekommen zu haben in einer Organisation wie ADIC meinen Freiwilligendienst verbringen zu können. Für die Mitarbeiter ist es mehr als nur eine Arbeit. Für sie ist es, wie sie selber sagen, eine Art Berufung/Passion. Sie haben sich vorgenommen, Schritt für Schritt die Entwicklung des Landes ein klein wenig nach vorne zu treiben und verlieren trotz aller Schwierigkeiten nie ihren Enthusiasmus...".