Aktiv werden
EIRENE ist mehr als eine Organisation für Auslandsdienste. Die Erfahrungen der Freiwilligen fordern uns zu einem Engagement auch im Inland heraus. Wir machen die Erfahrung, dass immer mehr Menschen sich alleine ohnmächtig fühlen und nach Orten suchen, wo sie beginnen können, sich und die Gesellschaft zu verändern.
EIRENE-Mitglieder, UnterstützerInnen und RückkehrerInnen treffen sich in Foren (örtliche Gruppen), Kommissionen, Arbeitskreisen, bei Seminaren und Festen. Charakteristisch für EIRENE ist dabei der Austausch gemeinsamer Erfahrungen sowie die Bereitschaft, sich mit folgenden Bereichen auseinanderzusetzen:
- die Suche nach einem Ort in der Gesellschaft, der den eigenen Fähigkeiten und der persönlichen Art entspricht,
- das gemeinsame Teilen von täglicher Arbeit (wie Job-sharing, Kochen, Putzen, Kinderbetreuung) und Geld (Gehaltsbegrenzung),
- die Unterstützung von Projekten und Freiwilligen (Spenden),
- das Ändern des Lebensstils (Benutzen von weniger umweltschädlichen Verkehrsmitteln, Vermeiden bzw. Recycling von Abfällen, kritisches Konsumbewußtsein),
- gemeinsames Feiern, Betroffensein, Schweigen, Meditieren, Beten,
- gemeinsames Lernen (Nachdenken über politische Zusammenhänge und Suche nach Handlungsmöglichkeiten), Teilnahme an gewaltfreien Aktionen (Fasten, ziviler Ungehorsam).
Die Solidarität mit dem Ausland fordert uns zu einem Engagement im Inland heraus.
Da unsere Kräfte, unsere finanziellen Mittel und unsere Zeit beschränkt sind, suchen wir die Vernetzung mit anderen Organisationen und Gruppen, die gleiche Ziele verfolgen. Alleine können wir bei EIRENE nur wenig bewirken. Wir verstehen uns aber als Band zwischen Gruppen, die Dom Helder Camara als "abrahamitische Minderheiten" bezeichnet: Gruppen, die wie Abraham mit seiner Familie aus einem von Ungerechtigkeit gekennzeichneten Ursprungsland in das "verheißene Land" aufbrechen, ohne den Weg von vorneherein zu kennen. Doch auf dem Weg kann das Ziel bereits erfahrbar werden.
Siehe auch:





