Internationaler Christlicher Friedensdienst

Neues aus Südafrika

Ein neuer Anfang

Südafrika - Port Elizabeth, April 2003

Ein großer Reichtum unseres Lebens sind die kleinen Sonnenstrahlen, die jeden Tag auf unseren Weg fallen. (Ein Ausschnitt aus einem Rundbrief von Regina Schmeer und Richarda Vorpahl)...

So kamen wir gut erholt und voller Tatendrang aus dem Urlaub zurück. Natürlich hatten wir uns auch in dieser Zeit viele Gedanken über die Zukunft unserer Arbeit gemacht. Durch die Gespräche mit Pflegepersonal und -heimen sowie Gemeinden kristallisierte sich mehr und mehr der folgende Plan heraus: Der Vermieter unserer Arbeitsräume, die Hill Prysbeterian Church, die uns bereits seit Beginn unserer Arbeit sehr engagiert mit Rat und Tat zur Seite stand, und 5 weitere Südafrikaner, denen unsere Arbeit sehr am Herzen liegt, haben inzwischen den so genannten Nightingale Trust gegründet. Sie möchten die von uns gesammelten Erfahrungen für die Allgemeinheit nutzen und uns auch bei der Verwirklichung des zweiten Teils unseres ursprünglichen Planes helfen. Erinnert Ihr Euch? Wir wollten ja Home Carer ausbilden UND die Arbeitsbeschaffung und Patientenbetreuung durchführen.

Parallel zu diesen Überlegungen bekamen wir diverse Anfragen nach Kursen für pflegende Angehörige sowie Fortgeschrittenenkurse für Home Carer, die die Ausbildung nicht bei uns gemacht haben. Wir nahmen dies zum Anlaß, ein Programm mit diesen Schwerpunkten herauszugeben. Außerdem bieten wir die hier im Lande so (lebens)wichtigen Kurse an, in denen wir über die Krankheit AIDS informieren.

Am 1. Oktober begann dann unser erster Fortgeschrittenenkurs für Home Carer. Drei interessierte Frauen meldeten sich an. Wir wurden sehr an unseren ersten Start am 1. April 2001 erinnert. Wie klein hatten wir damals begonnen. Vier Frauen hatten sich zu unserem ersten Home Carer Kurs angemeldet und schon bald mußten wir ein Maximum von 12 Teilnehmern festlegen. So starteten wir also wieder einmal recht klein, doch unsere ersten drei ersten sind begeistert dabei und haben sich bereits zu zufriedenen Stellungnahmen hinreißen lassen. Im Augenblick wird mit EIRENE geklärt, ob es nicht sinnvoll wäre, daß Richarda noch länger in Südafrika bleibt, um den weiteren Aufbau mit zu unterstützen.

Nachdem der Robin Trust kurzerhand unsere Klassentische und -stühle einkassiert hatte, mußten wir uns vorerst Möbel bei der Kirche nebenan leihen. Doch in der letzten Woche bekamen wir dank der unermüdlichen Hilfe und Organisation von Rolf Meder aus Deutschland wieder eine gute Klassenraumausstattung.

Die Verlängerung unserer Arbeitserlaubnis ging Gott sei Dank in diesem Jahr problemlos über die Bühne. ...

 

Ausschnitte aus Richarda Vorpahls aktuellstem Rundbrief

 

Südafrika - Port Elizabeth, April 2004

 

Was gibt es nun neues aus den letzten Monaten zu berichten?

Als wir nach der südafrikanischen Sommerpause im Februar wieder mit unseren Kursen starteten, hatten wir bereit. 19 Anmeldungen. D.h. der Februarkurs war voll und wir hatten sogar schon den nächsten Kurs zur Hälfte gefüllt. Weiterhin erleben wir einen wahren Ansturm auf unser Programm. Das Merkwürdig ist, dass uns auch fertig ausgebildete Home Carer, die noch keine Arbeit gefunden haben, ihre Freunde und Familienangehörigen senden. Das machte mich neugierig. Nach Abschluss der theoretischen Ausbildung habe ich deshalb in den beiden letzten Kursen einen Fragebogen verteilt, der anonym ausgefüllt werden konnte. Daraus habe ich zusammenfassend folgende Rückmeldungen erhalten:

-          Ich habe nicht erwartet, dass ich so viel für mein Leben lernen würde.

-          Die Lehrer und das Personal geben sich sehr viel Mühe, uns alles beizubringen, was wir für unsere Arbeit, aber auch für unser Leben benötigen. Hierfür bin ich allen sehr dankbar.

-          Ich habe viel gelernt. Besonders wichtig wurden mir die morgendlichen Bibelstunden. Noch nie hat mir jemand die Bibel erklärt. Jesus ist mir nahe gekommen. Ich freue mich jeden Tag darüber, dass ich sein Kind bin.

-          Ich hatte nicht erwartet, dass die Ausbildung so anstrengend und arbeitsintensiv sein würde. Doch es war gut. Besonders habe ich bemerkt, dass wir alle als gleichwertige Menschen und gerecht behandelt wurden.

-          Ich wurde eine selbständige und selbstbewusste Frau. Ich bin davon überzeugt, dass ich nun alleine für mich stehen kann. Auch habe ich viel aus der Bibel für mein Leben gelernt. Vielen Dank allen Mitarbeitern vom Nightingale Trust für alles, was ich gelernt habe.

Negative Äußerungen bewegten sich im Bereich der erforderlichen Uniformen für die praktische Ausbildung....

Ganz herzliche Grüße aus dem nun ummer stürmischer und käkter werdenden Südafrika...

 

Richarda

 

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