Niger-Reisebericht
Altes "PAAP"-Projekt besucht
Schon 1978 waren EIRENE-Freiwillige in Gofat aktiv
Etwa 20 Kilometer nördlich von Agadez besuchen wir ein kleines Dorfes namens Gofat. Hier hat EIRENE über Jahrzehnte Animationsarbeit geleistet. Wir sprechen mit den Menschen vor Ort, die uns immer wieder Namen von ehemaligen Freiwilligen nennen: Joke und Coen Reintjes, Hein Barth, Petry-Duppel, Daniel Janneret und wie sie alle hießen, die hier Spuren hinterlassen haben.
Der erste Brunnen, der damals gebaut wurde, funktioniert noch heute und bewässert einen kleinen Gemüsegarten. Man zeigt uns Grasfelder mit Baumbestand und sagt uns, dass hier früher Wüste war und durch die Hilfe von EIRENE wieder fruchtbares Land gewonnen wurde. Man zeigt uns Halbmonddämme und Steinmauern, die noch unter der Anleitung von EIRENE-Freiwilligen erstellt worden sind. Ja, die EIRENE-Freiwilligen werden als besonders engagierte Personen beschrieben, die gute Arbeit gemacht haben. Und dieses Lob scheint nicht nur aus reiner Höflichkeit uns gegenüber ausgesprochen zu sein.
25 Jahre hat EIRENE dort gearbeitet. Ohne die Hilfe, dass lässt sich sicherlich konstatieren, würden heute dort keine Tuareg mehr leben können. EIRENE hat das Überleben in dieser gargen, teilweise versandeten oder steinigen Gegend, möglich gemacht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Menschen dort scheinen sich wohl zu fühlen und ich muss gestehen: ich kann nicht ganz nachvollziehen, wie sie über die Jahre hier gelebt haben.
Schade nur, dass ich derzeit aus Agadez keine Fotos ins Internet stellen kann. Alte Halbmonddämme und kleine Staudämme hätten die alten EIRENE-Hasen sicherlich erfreut. Aber hier muss ich schon froh sein, wenn überhaupt eine Verbindung über eine kleines Telefonbüro hergestellt werden kann, die dann auch noch ungemein teuer ist. Eine halbe Stunde kostet mich ca. zehn Euro.
Mehr Fotos dann wieder aus Niamey in der nächsten Woche.
Agadez, 19.10.2002







