Warum eine EIRENE-Stiftung?
Die Friedens- und Entwicklungsarbeit von EIRENE mit einem finanziellen Gesamtvolumen von knapp 3,5 Millionen Euro basiert bislang mit etwa 25% auf Spendeneinnahmen. Die weiteren Mittel kommen von den Kirchen, insbesondere vom Kirchlichen Entwicklungsdienst (KED) der evangelischen Kirche, sowie hauptsächlich aus öffentlichen Mitteln des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Europäische Kommission und durch befreundete Nicht-Regierungsorganisationen.
Die angespannte Haushaltslage des Kirchlichen Entwicklungsdienstes der Evangelischen Kirche sowie die Sparhaushalte des BMZ und der Europäischen Union verursachen beträchtliche Kürzungen in den Zuwendungen für die EIRENE-Projekte.
All' dies bedeutet, dass neue Finanzierungsquellen erschlossen werden müssen, sollen die Projekte der Entwicklungszusammenarbeit und die Freiwilligenprogramme von EIRENE im bisherigen Umfang erhalten bleiben. Neue Wege müssen gegangen werden, um auch in Zukunft die notwendigen Aktivitäten in der Solidarität für mehr soziale Gerechtigkeit aufrechterhalten zu können.
Statt einer Reduzierung der Friedensdienstprojekte halten wir deren Stärkung vor allem in osteuropäischen Ländern angesichts der dortigen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Entwicklungen für dringend erforderlich. Gerade für die osteuropäischen Länder muß bei uns das Verständnis für Geschichte und Kultur noch erheblich wachsen, damit nachhaltige Völkerverständigung Wirklichkeit werden kann.
Ohne neue Geldmittel wird EIRENE aber nicht im gebotenen Maße auf Projektanfragen und auf dringend notwendige Aktivitäten in den Bereichen der Menschenrechtsarbeit, der gewaltfreien Konfliktbearbeitung und der entwicklungspolitischen Projekt- und Lobbyarbeit in Afrika und Lateinamerika eingehen können. Und auch die Qualität unserer Arbeit wäre gefährdet, wenn finanzielle Kürzungen nicht ausgeglichen werden können.
EIRENE hat bereits Maßnahmen im Bereich einer verstärkten Werbung um zusätzliche Spendeneinnahmen ergriffen. Zudem entstand die Idee zur Gründung einer EIRENE-Stiftung. Eine Idee, die auf dem Pfingsttreffen im Juni 2000 in Vallendar offiziell ins Leben gerufen wurde.







