EIRENE aktuell
Ja zum freiwilligen Engagement - Nein zu Kriegshilfsdiensten
EIRENE zum Bericht der Regierungskommission "Impulse für die Zivilgesellschaft" (15.01.2004)
Der Internationale Christliche Friedensdienst EIRENE begrüßt, dass das persönliches Engagement in Freiwilligendiensten einen höheren gesellschaftlichen Stellenwert erhalten soll. Nach Pressemeldungen plädiert die von Familienministerin Renate Schmidt eingesetzte Kommission für eine neue Kultur der Anerkennung von Freiwilligen. EIRENE begrüßt ebenfalls, dass ein Freiwilligendienst künftig auch eine handfeste Anerkennung finden soll, z.B. durch Bonuspunkte bei der Vergabe von Studienplätzen. Die Empfehlungen der Kommission müssten jedoch im Detail geprüft werden, so EIRENE-Pressesprecher Thomas Oelerich. Es sei zu hoffen, dass auch ein Engagement im Ausland entsprechend gefördert werde.
Besorgt äußerte Sich Thomas Oelerich jedoch über Berichte von an den Facharbeitsgruppen beteiligten Verbänden, dass Freiwillige und ehemalige Freiwillige künftig im "Krisenfall" für Aufgaben im Zivilschutz herangezogen werden sollen: "Menschen, die sich als Freiwillige für Behinderte oder Kriegsflüchtlinge eingesetzt haben, könnten dann plötzlich einen Stellungsbefehl zum Bunkerbau erhalten. Freiwilliges bürgerschaftliches Engagement darf nicht für Kriegsvorbereitungen und Kriegshilfsdienste missbraucht werden."







