Internationaler Christlicher Friedensdienst

EIRENE aktuell

Israelische Kriegsdienstverweigerer

EIRENE ruft auf zur Solidarität (07.01.2004)

Neuwied - Der Internationale Christliche Friedensdienst EIRENE verurteilt die erneute Inhaftierung von fünf israelischen Kriegsdienstverweigerern. Am Mittwoch morgen mussten die jungen Rekruten eine einjährige Haftstrafe in einem Militärgefängnis antreten. Sollten sie nach ihrer Entlassung immer noch den Kriegsdienst verweigern, droht ihnen eine weitere Inhaftierung.

"Im Nahostkonflikt zeigt sich, dass Gewalt keinen Frieden bringen kann", sagte EIRENE Pressesprecher Thomas Oelerich. "Es gehört aber sowohl auf palästinensischer als auch auf israelischer Seite viel Mut dazu, sich der Gewalt zu verweigern. Wir bewundern die Courage dieser jungen Israelis und bekunden unsere Solidarität."

In Israel ist das Recht auf Kriegsdienstverweigerung nicht anerkannt. Kriegsdienst­verweigerern drohen wiederholte Inhaftierungen, bis sie bereit sind, ihre Überzeugungen aufzugeben und den Militärdienst antreten.

Die Organisation EIRENE, mit der jährlich über 40 Kriegsdienstverweiger die Möglichkeit zu einem "Anderen Dienst im Ausland" wahrnehmen, schließt sich dem Protest israelischer Friedensgruppen an, die mit einer Mahnwache vor dem Militärgefängnis gegen die Inhaftierung der fünf jungen Männer demonstrieren. __________________________________________________________________

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Unterzeichnung einer Petition finden Sie auf der Internetseite der Familien der Inhaftierten unter www.refuz.org.il .

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