Internationaler Christlicher Friedensdienst

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Freiwilligendienste sind keine "Egotrips"

EIRENE kritisiert Berichterstattung zum Freiwilligenprogramm "Weltwärts" im Magazin der Süddeutschen-Zeitung

Freiwilligendienste sind keine „Egotrips“

Im Magazin der Süddeutschen Zeitung vom 09.05.2008 erschien ein Artikel mit der Überschrift „Egotrips ins Elend“ über den Freiwilligendienst von Jugendlichen in Entwicklungsländer. Hierzu nimmt EIRENE wie folgt Stellung:

Der pauschalen Kritik an dem Freiwilligenprogramm „Weltwärts“ widerspricht Thorsten Klein, Öffentlichkeitsreferent von EIRENE, internationaler christlicher Friedensdienst. Der Artikel wertet Organisationen ab, die seit Jahren qualifizierte Freiwilligenprogramme anbieten und sich jetzt an dem Programm „Weltwärts“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung beteiligen. Seit mehr als 50 Jahren engagieren sich EIRENE -Freiwillige im europäischen und nichteuropäischen Ausland. Derzeit sind über 100 Freiwillige mit EIRENE im Ausland. Um zu verhindern, dass junge Freiwillige eine Belastung für die Partnerorganisationen sind, erfolgt die Auswahl der Einsatzplätze in einem intensiven Dialog mit den Partnern. Dabei wird geachtet, welche Sprachkenntnisse und andere Fähigkeiten notwendig sind. „Die Freiwilligen sollen nicht nur etwas für sich selbst lernen, sondern einen sinnvollen Beitrag für die entsprechende Partnerorganisation leisten“, erklärt Thorsten Klein. Vor ihrer Ausreise werden die Freiwilligen auf Seminaren auf ihren Einsatz und die Situation im Gastland vorbereitet. Während ihres Aufenthaltes werden die Freiwilligen pädagogisch begleitet. Nach ihrer Rückkehr findet eine intensive Reflexion mit den Freiwilligen und der jeweiligen Partnerorganisation statt. Dass die Jugendlichen den Freiwilligendienst nur aus dem Grund machen, da es sich gut im Lebenslauf macht, wie der Artikel suggeriert, dies ist für die ausgewählten Freiwilligen unzutreffend. Eine solche Motivation reicht für die Anforderungen des Freiwilligendienstes nicht aus. Ziel des Freiwilligendienstes ist es vielmehr, dass Freiwillige sich in den Dienst nehmen lassen für die Anliegen der Ausgegrenzten und nach ihrer Rückkehr Botschafter des Gastlandes in Deutschland werden. Deshalb, so Thorsten Klein, muss die Rückkehrerarbeit ein zentraler Bestandteil des Dienstes sein. „Für uns sind Freiwilligendienste ein deutliches Zeichen dafür, dass das Schicksal des nicaraguanischen Volkes, den Menschen im Norden nicht gleichgültig ist. Wir wissen dieses Zeichen von Solidarität sehr zu schätzen“, erklärt Vilma Nunez, Präsidentin des nicaraguanischen Menschenrechtsorganisation CENIDH, einer Partnerorganisation von EIRENE.



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