Internationaler Christlicher Friedensdienst

EIRENE aktuell

Weltfrauentag

EIRENE verurteilt Benachteiligung von Frauen

Neuwied –  Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März weist der Friedensdienst EIRENE auf die weltweit weiterhin bestehende Benachteiligung von Frauen hin.

Über 70 Prozent aller in Armut lebenden Menschen sind Frauen. Im internationalen Durchschnitt erreichen Frauen nur zwischen 50 und 80 Prozent der Bezahlung, die Männer erhalten. Zwei Drittel aller Menschen, die nicht Lesen und Schreiben können, sind Frauen. Laut dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen ist eine von fünf Frauen auf der Welt Opfer einer Vergewaltigung geworden.

Der Internationale Christliche Friedensdienst EIRENE setzt sich in der Projektarbeit in Afrika und Lateinamerika besonders für die Rechte und Entwicklungsmöglichkeiten von Frauen ein. In Nicaragua etwa unterstützt EIRENE die Näherinnen in den Textilfabriken der Freihandelszonen in ihrem Kampf für menschenwürdige Arbeitsbedingungen.

EIRENE-Lateinamerikareferentin Martina Richard zieht Parallelen: "Am 8. März 1908 streikten in New York Textilarbeiterinnen gegen die unmenschlichen Verhältnisse in den Fabriken. Hundert Jahre später müssen sich in Nicaragua die Arbeiterinnen immer noch gegen Ausbeutung, Gesundheitsschädigungen, erniedrigende Behandlung und unzuverlässige Lohnzahlungen wehren. Gemeinsam mit unserer nicaraguanischen Partnerorganisation MEC wollen wir sie dabei unterstützen."

Eine EIRENE-Fachkraft unterstützte die Frauenrechtsorganisation MEC auch bei den landesweiten Befragungen zu einem neuen Gesetz für Chancengleichheit. Über 28.000 Frauen nahmen daran teil. Die Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen steht an erster Stelle. Daneben fordern die nicaraguanischen Frauen auch gleiche Chancen für Bildung sowie Gesundheitszentren, die besondere Beratung und Behandlung für Frauen anbieten.

 

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