EIRENE aktuell
"Zuwächse in allen Bereichen"
Der Internationale Christliche Friedensdienst EIRENE stellte den Geschäftsbericht 2000 vor (27.6.2001)
"Das Geschäftsjahr 2000 war ein ausgesprochen erfolgreiches Jahr für uns", sagte Eckehard Fricke, Geschäftsführer des Internationalen Christlichen Friedensdienstes EIRENE anlässlich eines Pressetermins am 27. Juni in Neuwied. Dies begründete er u.a. mit gestiegenen Freiwilligenzahlen. Im Jahre 2000 reisten 97 Freiwillige und Entwicklungshelfer aus, das sind 20 mehr als 1999. Aber auch über die Gesamt-Einnahmen von knapp 4,9 Millionen Mark zeigte sich Fricke zufrieden.
Das EIRENE-Programm finanziert sich überwiegend durch Spenden sowie durch Zuschüsse: So sind die Projektzuschüsse des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Vergleich zum Vorjahr um über 300.000 Mark gestiegen. Neben privaten Spendern zählen auch der "Evangelische Kirchliche Entwicklungsdienst", "Brot für die Welt" und die "Bosch-Stiftung" zu den Finanzgebern von EIRENE. Privatpersonen, Initiativen und Kirchengemeinden brachten 21 Prozent des EIRENE-Haushaltes auf.
Die erst seit einem Jahr existierende EIRENE-Stiftung verzeichnete ebenfalls Zuwächse: Sie hat mittlerweile ein Kapital von 1.071.000 Mark angesammelt, das als Festgeld und in Ökofonds angelegt wurde. In diesem Jahr unterstützt die Stiftung aus ihren Zinserträgen erstmalig Projekte des Friedensdienstes. Auch auf der inhaltlichen Ebene gab es Veränderungen.
So konnte EIRENE das Entwicklungs-hilfeprogramm ausbauen: Neben der Förderung von Bauerngruppen zur Selbsthilfe in Niger wurden Projekte zur zivilen Konfliktbearbeitung im Tschad ins Leben gerufen. Projekte mit Selbsthilfeverbänden von Körperbehinderten wurden ausgeweitet. "Die körperbehinderten Kinder und Jugendlichen in Nicaragua aus unserem Projekt Los Pipitos haben bewiesen, dass es sich lohnt, sich für die eigenen Belange einzusetzen. Das Bildungs- und Kommunikationszentrum in Estelí ermöglicht mittlerweile über 60 schwerstbehinderten Jugendlichen, sich in Werkstätten für eine spätere Berufstätigkeit zu qualifizieren", erläuterte Martina Richard, Lateinamerika-Referentin von EIRENE.
Die überwiegende Anzahl der Freiwilligen arbeitete nach wie vor auf der Nordhalbkugel. Dazu zählten die jungen Männer, die einen "Anderen Dienst im Ausland" leisteten sowie junge Frauen und Rentnerinnen, die freiwillig ein Jahr lang in sozialen und ökologischen Projekten in Rumänien, Bosnien, Nordirland, USA, Belgien u.a. tätig waren. Wer einen"Anderen Dienst im Ausland" absolviert, wird in Deutschland vom Zivildienst freigestellt.







